K-M

LOST WORLD ORDER

Prasites (2012)

Ich muss mich zutiefst entschuldigen und Abbitte leisten. Ich, ja…gerade ICH als absoluter Verfechter des altertümlichen, sprich oldschool Thrash Metal hatte die Jungs aus Bielefeld noch gar nicht auf dem Schirm, doch als mir ein Kumpel das Debüt „Merauders“ von Lost world order mit den Worten „…das müsste doch genau Dein Scheiß sein…“ auf den Tisch knallte, war es um mich geschehen. Endlich mal wieder eine junge Band, die auf Trends scheißen und einfach das machen, was ihnen Spaß macht und selbst gefällt.

Parasites“ heißt also Album Nummer Zwei und ist nach dem selbstveröffentlichten ersten Scheibchen die erste Kooperation mit GoodDamn Records, die mir in der Vergangenheit so auch noch nicht untergekommen sind…und wer auf ehrlichen, fetten, sauber und heavy produzierten Thrash steht, kommt an diesem Juwel nicht vorbei. Meine Oma hat immer gesagt: Warum in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah…das passt hier, wie Arsch auf Eimer, denn wenn Warbringer es beispielsweise als die (von der Presse) hochstilisierten Heilsbringer der „Modern-Thrash“ Welle nicht schaffen, die Käuferschaft mit ihrem schwachen letzten Album zu befriedigen, müssen halt Andere in die Breche springen, wie in diesem Falle die Jungs aus Ostwestfalen. Riffs wie aus einem Guss, bei denen ich zeitweise echt auf die Webseite gucken musste, ob Gary Holt und Lee Altus nicht von Exodus gewechselt sind, ein hoher Widererkennungswert der Songs, technisch mehr als ambitioniert und richtige Ohrwürmer machen das fast perfekte Hörerlebnis aus. Fast perfekt einfach nur deshalb, weil LWO das Rad nicht neu erfinden…wie auch? Das Feld im Bereich Thrash ist einfach abgegrast, bietet aber immer noch genug Nischen, um solch unentdeckte Perlen an die Oberfläche zu spülen. Ihr glaubt mir nicht? Hört Euch einfach mal das mit einem Monstergroove ausgestattete „Shadows at the graveyard“, die beiden „Bay Area“ Kracher „Agents of betrayal“ und „The disowned son“ oder das stampfende „Resurrection (of the order)“ an und ihr werdet vor Freude mit den Ohren schlackern.

Yeah, „Parasites“ macht Laune ohne Ende und ist für mich schon jetzt eine der großen Favoriten für vordere Plätze in unserem Jahrespoll. In meine Top Ten ist sie auf jeden Fall mit Pauken und Trompeten (nee…die sind natürlich NICHT auf dem Album) bereits eingezogen und werden sich dort auch eine Weile halten. Also Freunde, aufgemerkt und mitgeschrieben: Lost world order mit „Parasites“…ein „Must have“ für alle Thrasher die welche waren, sind oder hoffentlich sein wollen. Brillantes Teil!

Bewertung: saustarke 8,8 von 10 Punkten

Trackliste:

01. Before the light

02. Shadows at the graveyard

03. Parasites

04. Resurrection (of the order)

05. Ritual

06. Coma

07. Dependance day

08. Agents of betrayal

09. The disowned son

10. Merciless (a brutale finale)

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