CD-Reviews K-M

LORDI – Abracadaver (2021)

(7.456) Olaf (8,3/10) Thrash Metal



Label: AFM Records
VÖ: 26.11.2021
Stil: Heavy Metal


Nachdem Lordi im letzten Jahr mit „Killection“ ihre Best of der frühen und bislang unbekannten Alben veröffentlichte, fragten sich die Fans natürlich, wie man an die verschollenen Scheiben der finnischen Monsterrocker herankommen kann. Zur großen Freude aller Interessierten haben die Jungs tief gebuddelt, die Schätze gehoben und präsentieren uns nun die verloren geglaubten Werke vor dem vermeintlichen Debütalbum „Get heavy“ von 2002. Wir beleuchten natürlich jedes einzelne dieser Prunkstücke.


Hach, die Neunziger, ob nun am Anfang oder zum Ende hin und Lordi mittendrin. Hey, ein Limerick! Aber wie sind ja nicht hier, um dumme Scherze zu machen, sondern um uns um die frühe Karriere der Finnen zu kümmern, die mit ihrem sechsten Album „Abracadaver“ erneut einen brachialen Stilwechsel vollzogen und versuchten, mit Pantera, Judas „Painkiller“ Priest oder Kreator Schritt zu halten und/oder denen Paroli zu bieten.

Das dies nicht von durchschlagendem Erfolg gekrönt wurde, kann man sich durchaus zusammenreimen, denn ansonsten hätte die Welt schon viel früher von Lordi gehört und vor allem hätten die Monster mit diesen zu Teil messerscharfen, thrashlastigen Riffs den ESC nur von weiten zugewinkt. Nichtsdestotrotz kann ich mit Fug, Recht und ein klitzeklein wenig Sachverstand, ohne Gewissensbisse haben zu müssen, sagen, dass der Versuch mit diesem Album den härteren Tönen zu frönen (fck…schon wieder ein Reim…) durchaus als gelungen bezeichnet werden kann.

Natürlich ist das nicht ganz so ausufernd arrangiert oder technisch hochwertig runtergezockt, doch dieses rudimentäre Hantieren mit vielen harten Komponenten fetzt schon auf eine sehr amüsante Art, wenn man weiß, was Lordi vorher in ihrer „Karriere“ zusammengezockt haben. Gerade ein Song wie das treibende „Beast of both worlds“ oder der Titeltrack und natürlich das sehr priest’sche „Devillium“ sind definitiv Anreize dafür, sich die Scheibe mehr als einmal zu Gemüte zu führen.

Starker Auftritt von Lordi und das vorletzte der verlorengegangenen Juwelen, welches definitiv im Ranking bislang den zweiten Platz nach „Humanimals“ belegt und an manchen Stellen zum hemmungslosen Bangen animiert.


Bewertung: 8,3 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. SCG Minus 2 - Horricone
02. Devilium
03. Abracadaver
04. Rejected
05. Acid bleeding eyes
06. Raging at tomorrow
07. Beast of both worlds
08. I’m sorry I’m not sorry
09. Bent outta shape
10. Vulture of fire
11. Beatwood



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