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LEGIONS OF THE NIGHT - Darkness (2024)

(8.985) Olaf (8,7/10) Heavy Metal


Label: Pride & Joy Music
VÖ: 12.07.2024
Stil: Heavy Metal







Nach „Hell“ nun also „Darkness“. Ok, diese Vorlage durfte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen, lag sie doch viel zu verlockend vor mir. Doch Spaß beiseite, denn das Thema ist viel zu ernst, als es zu verballhornen. Das Dawn of Destiny-Sideprojekt Legions of the Night ist zurück mit seinem dritten Album in drei Jahren, was schon fast einem Output in den Achtzigern entspricht und eigentlich darauf schließen lassen könnte, dass es sich lediglich um Stangenware handeln könnte.

Mitnichten, denn das Trio hat trotz dieser schon fast inflationären Veröffentlichungsflut immer noch genug im Tank, um alteingesessene Bands verdammt alt aussehen zu lassen und überraschen dennoch. Natürlich überwiegt auf „Darkness“ immer noch der fett Savatage-angehauchte Power Metal, doch man ist in der Gesamtheit etwas rauer, etwas fieser geworden, woran die Stimme von Henning Basse einen erheblichen Anteil dran hat.

Der ansich schon mit einem großen Repertoire an verschiedenen Stimmlagen ausgestattete Frontmann präsentiert sich heuer auch mal von seiner härteren Seite und packt auch gerne hier und da mal einen fiesen Keifer aus, was den starken Gesamteindruck dieser Scheibe noch einen Extra-Kick verpasst. Doch das nicht alles, was Output Numero Tres so interessant macht, denn auch die Gitarrenarbeit ist in seiner Gesamtheit ein Müh härter geworden und sägt an manchen Stellen tiefe Furchen ins heimische Gebälk. Beste Beispiele hierfür sind „Hate“ und vor allem „One Moment“, die beide hintereinander den Eindruck machen, als gehören sie irgendwie zusammen.

Die Produktion ist erneut sehr organisch geworden und gibt den Songs den nötigen Freiraum, damit sie sich zur vollen Pracht entfalten können, was man auch prima an „The Witches are burning“ hören kann, der auch locker auf „The Dungeons are calling“ hätte stehen können. Schwachstellen gibt es nicht allzu viele und wenn dann sind es kleine Nuancen, die mich daran hindern, „Darkness“ vor „Hell“ zu ranken, welches ich für das bislang beste Album von Legions of the Night halte.

Und natürlich gibt es die obligatorische Savatage Coverversion zum Abschluss und diesmal hat man sich an „Tonight he grins again“ von überragenden „Streets“ Album versucht, den ich persönlich für einen der besten Sava-Songs aller Zeiten halte und von daher nicht ganz so begeistert bin von der Umsetzung, die mir musikalisch einfach zu nah am Original ist und die eigenen Einflüsse zu sehr in den Hintergrund stellt, was die Band nicht nötig hat. Etwas mehr LOTN, weniger Savatage und das Teil wäre so stark wie „When the Crowds are gone“ vom Vorgänger.

Erneut heben Legions of the Night den opulenten Power Metal auf eine Ebene, die nur wenige Bands dieses Genres in den letzten Jahren erreicht haben und legen somit die Messlatte für Machwerke gleicher Gangart verdammt hoch. Das Album in seiner Gesamtheit ist ein herrlicher Hörgenuss, der sich auch nach dem x-ten Mal nicht abnutzt. Sollte man sich unbedingt zulegen, wenn man keinen Bock mehr darauf hat, noch länger auf die groß angekündigte Savatage Scheibe zu warten.


Bewertung: 8,7 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. No Control
02. Rebirth
03. Darkness
04. Hate
05. One Moment
06. Another Devil
07. Let the River flow
08. Better Man
09. The Witches are burning
10. Leave me
11. I don’t see the Light
12. Tonight he grins again



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