CD-Reviews H-J

INFEX – Burning In Exile (2021)

(7.271) Maik (9,0/10) Thrash Metal


Label: DIY
VÖ: 13.08.2021
Stil: Thrash Metal

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Knackigen Thrash Metal zocken die Kalifornier von INFEX. Ihr in Eigenregie veröffentlichtes, mittlerweile schon drittes, Album kommt mit treibenden, coolen Riffs daher, die ganze Chose ist zwar im Ami-Thrash angesiedelt, setzt aber dann doch mehr auf die heftigere Schiene als auf typischen Bay-Area-Thrash. Man stellt sich unweigerlich die Frage, wieso die Band das Ding als Eigenproduktion herausbringen musste. Wollten die das so, oder hat sich kein Label gefunden? Nun gut, dass Musikbiz muss man nicht verstehen. Begrenzen wir uns auf die Musik, denn die hat wesentlich mehr zu bieten.

Gesanglich fühle ich mich ein wenig an die Australier von MORTAL SIN erinnert, wenngleich der Vokalprediger auch einen ziemlichen Hardcore/Crossover-Einschlag fährt, der ein wenig auch an SACRED REICH gemahnt. Das eine oder andere Riff könnte auch von TESTAMENT stammen. Alles in allem sind INFEX natürlich keine Klingt-Wie-Band, denn all diese Reminiszenzen kommen doch eher sporadisch vor, und spätestens bei „Acid Reign“ zeigen INFEX, dass sie auch brutaler können. Der Song holt seine Einflüsse eher aus dem Teutonen-Thrash und selbst die Vocals schlagen hier einen harscheren Ton an. Da erinnert man sich doch gern an die Frühwerke von KREATOR und Co.

Abwechslung scheint den Thrashflegeln also auch am Herzen zu liegen, denn mit dem obligatorischen Party-Song „Beer Run“ werden sogar leicht punkige Töne angeschlagen. Thrash’n’Punk, wie ihn THE CASUALTIES zocken, doch eher ein wenig versoffener, wenn Ihr versteht, was ich meine.

Insgesamt bohnern die Knaben ganz fette Riffs aufs Parkett, und dürften damit jeden Moshpit zum Überkochen bringen. Der Hardcore-Gesang klingt teilweise etwas gleichförmig, aber das wird durch die treibenden Riffs, die einem eigentlich kaum mal eine Pause gönnen, bei weitem wieder wettgemacht. Hier brennt tatsächlich die ganze Zeit der Busch, und selbst wenn mal ein Part kommt, der mit dezenterem Riffing, melodischem Solo oder abgefahrenen Drumbreaks daherkommt, gibt es doch gleich wieder auf die Mütze.

Insgesamt also ein recht fettes Teil, welches sich Fans des gediegenen Ami-Thrashs mit leichter Crossover-Schlagseite definitiv mal auf die Lauschlappen bügeln sollten. Und wer Riffs zockt, wie in Songs wie „Acid Reign“, braucht eh keine Konkurrenz zu fürchten. Also ran an die Bulletten, und gebt Euch diese Thrash-Kugel. Mit dem abschließenden „7.62“ geben die Jungs schon mal das passende Kaliber an.

Anspieltipp: „“Acid Reign“ und „Beer Run“


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Blood Of The Wicked
02. The Burning
03. Exiled
04. Acid Reign
05. The Abyss
06. Legions Of Hate
07. Torn Apart
08. Beer Run
09. 7.62




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