CD-Reviews H-J

INCARCERATION – Empiricism (2021)

(7.011) Olaf (8,4/10) Death Metal


Label: Dawnbreed /Lycanthropic Chants
VÖ: 16.04.2021
Stil: Death Metal

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Ich erinnere mich immer wieder gerne an das dumme Gesicht meines Schneiders, als ich ihn darum bat, mir auf meine Lederkutte den Shape Logo Patch der Brasilianisch/Hanseatischen Deather zu nähen, da ich persönlich daran krachend gescheitert wäre. Seitdem prangt das riesige Teil auf Kutte zwei und zeigt meine tiefe Verbundenheit zu dem ehemaligen Todesblei Duo, welches seit letztem Jahr nunmehr zu viert unterwegs ist und nun mit „Empiricism“ ein erstes Lebenszeichen in Form einer 4-Track EP abliefert, die bei alteingesessenen Fans für offene Münder sorgen wird. Das hat vielerlei Gründe, aber der Reihe nach.

Incarceration waren nie dafür bekannt, mit dem Strom zu schwimmen und das führen sie hier konsequent fort, denn beim ersten Hören denkt man sich unweigerlich, dass das Teil in einem versifften Kellerloch auf einem 4-Spur Gerät entstanden sein muss, doch das ist explizit so gewollt. Schön roh, teilweise minimalistisch, viel Dampf auf dem Kessel und ein Schritt in eine neue Zukunft für das Quartett. Bandkopf Daniel da Silva sagte mir dazu:

„Empiricism ist einen 'Experiment', in verschiedene Sinne. Wir haben selbst aufgenommen, gemischt, analog gemastered (in echten Mastering-Tape) und möchten mit Absicht, dass es so rau klingt. Der Death Metal wir in den letzten Zeiten hören ist so, sehr dreckig. Es gefällt uns nicht mehr, diese sauber modernen sterilen Produktionen, voll komprimiert und clean. Aber ich erwarte viele negative Kritik für das Produktion, mir ist es bewusst, denn unser Produktion-Geschmack trifft die 'Moderne-Standards' nicht. Aber immerhin, wir wollen uns von Standards befreien, und das hat auch in der Produktion reflektiert.“

Musikalisch ist das anfangs tatsächlich sehr gewöhnungsdürftig, doch für mich als Kind der Achtziger, der mit Tape Trading und miesen Demos aufgewachsen ist und diese bis heute vergöttert, ist „Empiricism“ ein Step back in die Vergangenheit und ein Beleg dafür, dass ich mit meiner Nostalgie nicht alleine dastehe. Deswegen wäre eine negative Kritik hier vollkommen unangebracht, da Incarceration hier absoluten Mut beweisen, ausgetretene Pfade verlassen und sich auf ihr Bauchgefühl verlassen. Finde ich spannend, geil und mehr als lobenswert. Ich bin gespannt, wie ein ganzes Album in dieser Form von den Jungs klingen wird.


Bewertung: 8,4 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Chtonic pulse
02. Psychic totally
03. Beneath the chains of existence
04. Chasms of metalflesh




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