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HEXX – Entangled in sin (2020)

(6.523) Maik (8,1/10) Thrash Metal


Label: High Roller Records
VÖ: 25.09.2020
Stil: Thrash Metal

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Es ist wieder mal Zeit für die Rubrik: „Rückkehr der alten Metal-Ritter“. HEXX gibt es ja schon seit Mitte der Achtziger Jahre, und dazumal haben sie mit jedem Album die Härtegrade ein wenig angezogen. Anfangs dem traditionellen Heavy Metal verhaftet, kamen dann später Einflüsse von Speed und Thrash hinzu, und beim 1991er Album „Morbid Reality“ wagte man sogar ein wenig den Abstecher in den Death Metal. Und obwohl das Album damals bei Century Media herauskam, war die Sache wohl nicht von großem Erfolg gekrönt, und die Band warf das Handtuch. Okay, vielleicht lag es ja daran, dass die Kalifornier es geschafft haben, mit jedem Album ihre vorherige Anhängerschaft zu vergraulen, aber wer weiß das schon so genau. Und da das auch alles Schnee von gestern ist, widmen wir uns lieber dem neuesten Machwerk.

Die Band hat sich seit ihrer Wiederbelebung wieder dem Mix aus Power- und Speed-Metal verschrieben, und obwohl die Sache so innovativ und neu klingt wie die alten Socken vom Opa, muss ich doch gestehen, dass die Mucke mir ziemlich gut reinläuft. Das Gerät scheint zwar vollkommen aus der Zeit gefallen, ist aber doch recht ordentlich geworden. Stilistisch schwappen sie so zwischen METAL CHURCH und ARMORED SAINT herum, bedienen sowohl die Anhänger des alten US-Metals, der sich an die NWOBHM angelehnt hat, sowohl auch den Speed Metal Freak, und fällt so ein wenig aus dem typischen Raster einer Bay-Area-Band.

Natürlich birgt extreme 80er-Jahre-Anbindung die Gefahr, etwas altbacken zu wirken, aber ich weiß nicht, irgendwie gefällt mir das Album. Ich jedenfalls habe mich gleich irgendwie zu Hause gefühlt, was wahrscheinlich daran liegt, daß ich mit dem älteren Material der Band nicht so wirklich vertraut bin, und mir somit diese Scheibe völlig einzeln dastehend auf die Ohren wippt. Und da wippt sie gut. Denn hier wird eine richtig nette Metalschiene geschweißt, die zwar keine Originalitätspunkte einheimsen wird, aber doch für uns alte Säcke recht gut geeignet ist, den am Himmel kreisenden Geiern gepflegt den Mittelfinger entgegenzurecken, wobei HEXX dann mit „Vultures Gather Round“, den meiner Meinung nach besten Song des Albums als Soundtrack beisteuern. Als Bonus gibt es noch den Song „Signal 30 I-5“ und die beiden Songs von der vorausgegangenen Single „Night Of Pain/Terror“.

Gediegende Metalkost, die gut Spaß macht, eingängige Metalhymen, die zwar nicht den Olymp erklimmen werden aber doch Speed Metal Freaks mit einem gewissen Nostalgiefimmel gut reinlaufen können. Und es wäre keine richtige High Roller-Veröffentlichung, wenn es nicht neben der CD auch noch diverse bunte Vinylausgaben gäbe. Wer auf die Schnittmenge aus Power und Speed abfährt, sollte hier mal eines seiner Lauschbretter antackern.

Anspieltipp: „Vultures Gather Round“ und „Touch Of The Creature“


Bewertung: 8,1 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Watching me burn
02. Entangled in sin
03. Vultures gather round
04. Beautiful lies
05. Power mad
06. Internal enemy
07. Strive the grave
08. Touch of the creature
09. Wise to the ways world
10. Over but the bleeding
11. Signal 30-I-5 (CD Bonus)
12. Night of pain (CD Bonus
13. Terror (CD Bonus)



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