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HARAKIRI FOR THE SKY – Maere (2021)

(6.759) Patrick (9,5/10) Post - Black Metal


Label: AOP Records
VÖ: 29.01.2021
Stil: Post - Black Metal

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­Zugegeben…..obwohl ich ja bekanntlich dem Black Metal sehr zugetan bin und auch von mir selbst behaupten kann mich in dieser Szene relativ gut auszukennen, ist dies mein erster, wirklich ernstzunehmender Kontakt mit Harakiri For The Sky. Die Band war mir wohl durchaus ein Begriff, aber wie das eben manchmal so ist, kam irgendwie nie der richtige Zeitpunkt mich mit deren Mucke wirklich ernsthaft auseinanderzusetzen. Sei´s drum.....dementsprechend unvoreingenommen konnte ich jedenfalls an das neue Machwerk, welches auf den Namen „Maere“ getauft wurde, herangehen.

Zarte Gitarren geleiten den Hörer in den ersten Song „I, Pallbearer“, wiegen denselben in wohlig warmer Sicherheit und laden zum schwelgerischen Träumen ein. Kurz darauf brechen Blastbeats und eine unfassbar geile Leadgitarrenmelodie durch den dichten und glasklaren Sound und binnen kürzester Zeit war ich von der wehmütigen, trüben Stimmung dieses grandiosen Openers völlig vernebelt und gefangen. Die beklemmend und verzweifelt anmutenden Vocals verstärken diesen Eindruck nochmals um ein Vielfaches. Wahnsinn. Was für ein Start!

Die nun folgenden acht Songs machen dann aber scheinbar unmissverständlich und schier spielend einfach klar, dass der Einstieg in die Platte mitnichten eine Art Glückstreffer oder gar einen Einzelfall darstellen sollte. Das österreichische Duo agiert hier über die gesamte Albumdistanz auf einem dermaßen hohem Niveau, dass einem fast schwindlig wird. Immer wieder durchbricht diese grandios gespielte Leadgitarre mit ihren melancholischen, sehnsuchtsvollen und irgendwie fast depressiven Melodiebögen die grundlegende Härte der Scheibe. Knüppelharte Passagen wechseln sich ab mit verträumten Klanglandschaften alá Alcest (Gastgesang von Neige in „Sing For The Damage We`ve Done“). Die Ganze Scheibe wird beherrscht von einer so unglaublich dichten Atmosphäre. Verzweifelte Melancholie trifft auf wunderschöne Melodie- und Spannungsbögen und am Ende wird man noch mit einem wahrhaft fantastischen Cover von Placebo´s „Song To Say Goodby“ belohnt. Dieses Album ist definitiv ein üppig bestücktes Festmahl für jeden Freund des (Post)-Black Metals und schon jetzt ein kleines Highlight im noch jungen Jahr 2021!

„Maere“ kommt zum richtigen Zeitpunkt und ist schlicht und einfach die perfekte Platte für den nahenden und unausweichlichen Weltuntergang, absolut prädestiniert um in Wehmut, Trauer und Weltschmerz unterzugehen.

Macht Euch eine Flasche schweren Rotwein auf, platziert die Kopfhörer auf den Ohren, schaltet diese beschissene Welt für gut 84! Minuten mal aus und verliert euch völlig in den dahinschwelgenden Klanglandschaften von Harakiri For The Sky.

Mir bleibt nun letztendlich gar nichts anders übrig, als mir die Vinyl - Box zu bestellen und mich exzessiv mit der kompletten Diskographie dieser Band auseinanderzusetzen. Ich bin restlos begeistert von diesem Meisterwerk! KEIN Album passt besser zu der momentan vorherrschenden Stimmung! Grandios!

Chapeau!

Anspieltipps: „I, Pallbearerund „Us Against December Skies


Bewertung: 9,5 von 10 Punkten


Tracklist:

01. I, Pallbearer
02. Sing For The Damage We´ve Done
03. Us Against December Skies
04. I´m All Against The Dusk
05. Three Empty Words
06. Once Upon A Winter
07. And Oceans Between Us
08. Silver Needle // Golden Dawn
09. Time Is A Ghost
10. Song To Say Goodbye (Placebo Cover)




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