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FIREWÖLFE – Conquer All Fear (2021)

(7.471) Maik (8,0/10) Heavy Metal


Label: Limb Music
VÖ: 19.11.2021

Stil: Heavy Metal


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Nun, zuerst dachte ich, FIREWÖLFE, was für ein komischer Denglisch-Bandname, und befürchtete schon das Schlimmste. Dann checkte ich aber, daß das hier eine Band aus den USA ist, und schon erklärte sich der Feuerwolf. Der hat sich nämlich nur die bei anglophonen Metalbands so beliebten Umlautpunkte aufgesetzt.

Musikalisch bewegt man sich zwischen melodisch angelegtem Metal und Hard Rock, und dies recht abwechslungsreich. Schon der Opener „Vicious As The Viper“ zimmert eine ordentliche Metalwand ins Zimmer. Und zwar mit Schmackes.

Dann treten FIREWÖLFE das Gaspedal durch und preschen mit „Pedal to Metal“ ordentlich los, und fahren eine ordentliche Portion PRIEST-Power auf.

Dann wird es regelrecht episch-doomig, denn der nun aufkreuzende Titelsong liegt so richtig fett zwischen CANDLEMASS und den epischeren RAINBOW-Songs zu Dio-Zeiten. Das zeigt sich vor allem an der Gesangsleistung des Neuzugangs Freddy Krumins. Es geht etwas langsamer zu, aber dafür schön wuchtig.

Doch damit ist die Abwechslung noch nicht ausgeschöpft, denn „Swallow My Pride“ ist eine Hardrocknummer im WHITESNAKE- Style, was vor allem daran liegt, daß Freddy hier den Schlafzimmer-Voice-Effekt eines Herrn Coverdale recht gut adaptiert.

Nun fragt Ihr Euch bestimmt, wo denn die obligatorische Ballade bleibt. Und dies ist durchaus berechtigt, denn die Antwort lautet : jetzt. „The Candle In The Dark“ ist jetzt zwar nicht das hellste Teelicht im Kronleuchter der Schmachtfetzen, aber geht in Ordnung, vor allem, weil das Ding auch seine stampfenden Momente hat.

Auch den erzählerischen Aspekt wollen wir nicht vernachlässigen, und somit folgt nun eine Trilogie mit dem Obertitel „The Evil Eye“. Teil eins, „Wages Of Sin“ wandelt im Bereich des melodischen Metal, während der zweite Teil, „Black And Gold“ wieder etwas mehr Gas gibt, und wieder ein paar Kohlen vom JUDAS-PRIEST- Flöz auflegt.

Das die Trilogie abschließende „Keep The Hounds At Bay“ beginnt mit einem IRON-MAIDEN- mäßigem Riffing, wechselt dann jedoch in etwas ruhigere Gefilde, die ein wenig an QUEENSRŸCHE erinnern.

Nun wird es Zeit für etwas Magie im Nischel. „Magic (In Your Mind)“ ist ein typischer Track im US-Metalstil, und das abschließende „Method To The Madness“ dürfte allen gefallen, die auf ARMOURED SAINT oder MELIAH RAGE stehen, sowohl vom Riffing her als auch von den Gesangslinien.

Auch hier besticht  wieder die Wandelbarkeit und Vielseitigkeit des Vokalisten. Vor dem dritten Album den Sänger auszutauschen, mag als Wagnis erachtet werden, hat sich letztlich aber als stimmig erwiesen. Und da FIREWÖLFE ja nun auch noch nicht so bekannt sind, dürfte das auch kaum ins Gewicht fallen.

Insgesamt steht hier ein stimmiges und vor allem abwechslungsreiches Album zu Buche, welches vom Hard Rock bis hin zum Heavy Metal einen breiten Bogen spannt. Das Album wird sicher kein Klassiker werden, da müßte auf jeden Fall noch etwas mehr Eigenständigkeit her. Und besonders in der zweiten Hälfte entwickelt die Scheibe einen gewissen Nebenher-Effekt. Aber mit Songs wie der ersten dreien, besonders dem mächtigen Titelsong, kann hier noch was Großes heranwachsen.

Anspieltipp:  „Conquer All Fear“ und „Vicious As The Viper“


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


Tracklist:

01. Vicious As The Viper
02. Pedal To Metal
03. Conquer All Fear
04. Swallow My Pride
05. Candle In The Dark
06. The Evil Eye Pt. 1: Wages Of Sin
07. The Evil Eye Pt. 2: Black And Gold
08. The Evil Eye Pt. 3: Keep The Hounds At Bay
09. Magic (In Your Mind)
10. Method To The Madness
11. Breakin‘ Out (CD-Bonus)



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