CD-Reviews H-J

EX DEO – The thirteen years of Nero (2021)

(7.276) Olaf (8,0/10) Death Metal


Label: Napalm Records
VÖ: 27.08.2021
Stil: Death Metal

Facebook | Metal Archives | Twitter | Kaufen | Spotify | Instagram | Bandcamp





Zwischen Kitsch und Kunst ist es manchmal ein extrem schmaler Grat. Ich unterstellte seinerzeit der Zweitband von Kataklysm Obermucki Maurizio Iacono Pathos, Kitsch und leitete daraus eine komplette Verzichtbarkeit ab. Allerdings muss man Ex Deo zugutehalten, dass das, was sie machen, konsequent und nicht unbedingt erwartet auch erfolgreich ist. Somit lieh ich dem nunmehr seit 2009 viertem Werk „The thirteen years of Nero“ (nein, das Brennerprogramm gibt es tatsächlich schon länger…) ein Ohr und wurde an manchen Stellen wirklich angenehm überrascht.

Die fast in Originalbesetzung agierenden Freunde des römischen Reiches, lediglich Drummer Jeramie Kling ist neu im Lederwams, agieren auf dem zehn Songs umfassenden Album insgesamt düsterer und härter als auf allen vorangegangenen Veröffentlichungen, was sehr zur Steigerung meines Wohlwollens beitrug. Man muss aber auch eingestehen, dass der olle Nero nüscht mit Trallala und Hopsasa am Hut hatte, sondern exakt diese Tonart seiner Regentschaft angemessen erscheint.

Ex Deo bieten einen exorbitant reichhaltigen Mix an harten Riffs, kleinen, klitzekleinen orchestralen Einlagen (die sich nicht wie früher negativ auf die Gesamtnote auswirken), brezeln ordentlich über die sieben Hügel du legen dabei eine nackenverdrehende Härte an den Tag, dass Romuls und Remus vor Schreck die Wolfszitze aus dem Mund rutschen würde, hätte es vor 2.774 Jahren bereits Heavy Metal gegeben. An manchen Stellen ist das sogar extrem doomig, was der allgemein schon gut vertretenen Härte noch einen ordentlichen Extraschub verleiht.

Ich finde das Album gut, nicht überragend aber zumindest so ordentlich, dass mein Verriss aus dem Jahr 2009 heute nicht mehr zeitgemäß ist. Dennoch finde ich, dass Marizio und seine Kollegen lieber Kataklysm wieder zurück in die Spur bringen sollten, wobei sich dieses Album als nette Probe für spätere Schandtaten eignet.


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. The fall of Claudius
02. Imperator
03. The head of the snake
04. Boudicca (Queen of the Iceni)
05. Britannia: The 9th of Camulodonum
06. Trial of the gods (Intermezzo)
07. The fiddle & The fire
08. Son of the deified
09. What artist die in me…
10. The revolt of Galba




Social Media

Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

The new breed

P P P

Z.O.F.F. 2020

alter Z.O.F.F.

On Tour

VERLOSUNGEN

ZO SONGCHECK

V.I.P.

Schrod's...

wo wir sind

Der Patch

Join the Army

Damit das klar ist