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DREAD SOVEREIGN – Alchemical Warfare (2021)

(6.785) Niclas (8,0/10) Doom Metal


Label: Metal Blade Records
VÖ: 15.01.2021
Stil: Doom Metal

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Nebenprojekte haben es oft nicht leicht. Zum einen muss man sich von seiner Hauptband gewissermaßen distanzieren, um aus deren Schatten auszubrechen, andererseits ist die Verbindung zu jener größeren Band wahrscheinlich der größte Anzugspunkt für potenzielle neue Fans. In diesem Dilemma stecken auch DREAD SOVEREIGN, das Doom-Nebenprojekt von PRIMORDIAL-Frontmann und Ikone des irischen Metals Alan „Nemtheanga“ Averill. Nach zwei eher mittelguten Alben sind die Iren mit ihrer dritten Scheibe „Alchemical Warfare“ nun zurück, um das neue Jahr einzuläuten.

Soviel kann man schon einmal sagen: „Alchemical Warfare“ ist bei weitem das beste DREAD SOVEREIGN-Album bis jetzt. So gut wie jeder Song glänzt mit eingängigen Riffs und Gesangsmelodien, die ausladenden Gitarrensoli, mit denen das Album gespickt ist versetzen den Zuhörer konstant ins Staunen und die unnötig überlangen Titel, unter denen die Vorgänger etwas litten, sind verschwunden. Das bedeutet nicht, dass man sich auf „Alchemical Warfare“ generell kürzer fassen würde, aber die Songs rechtfertigen ihre Länge einfach besser mit abwechslungsreichem Songwriting. Zwischendrin verdichten atmosphärische Interludes immer wieder die düstere Grundstimmung. Nur für das BATHORY-Cover „You Don't Move Me (I Don't Give A Fuck)“, das das Album abschließt gibt es Punktabzug. Es wirkt einfach nur unpassend und ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, warum man gerade diesen Track als Closer benutzen wollte.

Um den Vergleich zu PRIMORDIAL kommen DREAD SOVEREIGN trotz allem Fortschritt aber nicht herum. Dies liegt vor allem an Nemtheangas unverkennbarem Gesangsstil, aber auch daran, dass PRIMORDIAL selbst ja schon starke Doom-Einflüsse haben und es daher nicht allzu leicht scheint, sich als Doom-Band deutlich von deren Sound zu distanzieren. Das bedeutet nicht, dass DREAD SOVEREIGN keinen eigenständigen Sound hätten (Gitarrensound und Riffing sind komplett anders und viel näher an eher klassischen Rock-Strukturen), aber einige der flotteren Titel auf „Alchemical Warfare“ wie „The Great Beast We Serve“ oder „Nature Is The Devil's Church“ klingen doch mehr nach PRIMORDIAL-B-Sides als nach DREAD SOVEREIGN-Originalen. Trotzdem deutet das Album doch auf eine rosige Zukunft für die Iren hin, wenn die positive Entwicklung anhält. Wenn 2021 bereits so gut losgeht, stelle ich mich schon einmal auf ein weiteres Jahr voller musikalischer Highlights ein.


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. A Curse On Men
02. She Wolves Of The Savage Season
03. The Great Beast We Serve
04. Nature Is The Devil's Church
05. Her Master's Voice
06. Viral Tomb
07. Devil's Bane
08. Ruin Upon The Temple Mount
09. You Don't Move Me (I Don't Give A Fuck) (Bathory Cover)




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