A-D

DESOLATION

Desoriented (2013)

Wenn man so ein klein bisschen recherchiert merkt man schnell, dass die Hannoveraner Desolation mit ihrer dritten Scheibe "Desoriented" ziemlich polarisieren. Das liegt um Himmels Willen nicht am spielerischen Potential der sechs Musiker, sondern vielmehr an dem teilweise schwer nachvollziehbaren Mix aus verschiedenen Stilen die es schwer machen, die Mucke zu kategorisieren. Einerseits spricht das für die Band, andererseits ist es teilweise, wie der Titel schon sagt, etwas desorientierend.

Der Opener "Home is where the heart is" schlägt dann auch gleich in diese Kerbe. Mit einem sehr geilen Groove ausgestattet ist der Song ein genreübergreifender Mix mit ein wenig Todesstahl, der mächtig cool rüberkommt. Leider kann "Dorothy" das Niveau nicht halten, ist nett, aber nicht the yellow from the egg. Der Titeltrack hingegen ist wieder ein schönes Ding, leicht progressiv und mit einen netten Prise Cradle of filth garniert, wo hingegen "On bloodshed" zwar einen tollen Drive hat, mir aber zu theatralisch ist. "L'auberge d'esolation" hingegen ist ein ziemlich düsteres Teil mit einem tollen Refrain...ticktock...jau, passt und ist auf jeden Fall besser als "The sainthood of the fallen", der mir erneut zu viel Theatralik bietet und so gar nicht ins Ohr gehen will. Ganz schlimm wurde es dann allerdings mit "Ave Maria" für den es wirklich nur ein Wort gibt: Furchtbar! Da sollte man tatsächlich schnell die Skip-Taste betätigen und auch danach können "Contagion" und "Agnus dei" die Kohlen nicht mehr aus dem Feuer holen. Doch als alle Hoffnung verloren schien kam als Rausschmeißer der beste Track: "Ich hasse ein bisschen die Welt" und ganz ehrlich: Ich mag deutschsprachiges im harten Bereich nicht allzu dolle, doch Desolation sollten vielleicht zukünftig mehr davon bringen, denn das Teil rockt unfassbar!

Licht und Schatten birgt "Desoriented" und ist absolut keine leichte Kost und wenn Desolation es dem Hörer schwer machen wollten kann ich nur gratulieren. So ein richtig musikalisch roter Faden ist schwer auszumachen, vielmehr werden viele Stile in einen Topf geschmissen, umgerührt, fertig. Das klappt an manchen Stellen ganz gut, versagt aber zuweilen auch heftig. Ein schweres Album, welches man nicht einfach so im Vorbeigehen hören sollte.

Bewertung: leicht desorientierte 7,4 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Home is where the heart is
02. Dorothy
03. Desoriented
04. On bloodshed
05. L'auberge d'esolation
06. The sainthood of the fallen
07. Ave Maria
08. Contagion
09. Agnus dei
10. Ich hasse ein bisschen die Welt

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