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DECLINE OF THE I - Johannes (2021)

(6.927) Shadowman (9,5/10) Post Black Metal


Label: Agonia Records
VÖ: 26.03.2021

Stil: Post Black Metal

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­Über die aus Paris stammende Post Black Metal Formation weiß man, dass bisher drei Alben veröffentlicht wurden. Das Debüt „Inhibition“ am 24.09.2012. Diesem Album folgten mit „Rebellion“ (27.02.2015) und „Escape“ (27.07.2018). Bei diesen Alben handelt es sich um eine konzeptionelle Trilogie, die auf den Verhaltenserfahrungen des französischen Neurobiologen Henri Laborit an Ratten basiert, höchstwahrscheinlich, wenn sie einer Aggression ausgesetzt sind. Jedes der ersten drei Alben ist somit ein Teil, der seinen eigenen spezifischen Schritt in Beziehung setzt; durch eine Reihe unterschiedlicher Materialien, die im Backbone-Konzept miteinander verbunden sind.

Mit der Langrille „Johannes“, die am 26.03.2021 auch über Agonia Records erscheint, beschreitet das französische Quartett neue thematische Wege, es geht um Pessimismus, die Gesellschaft und um Philosophie. Auf der Scheibe sind 5 neue Songs enthalten, die es auf eine Gesamtspielzeit von guten 50 Minuten bringen. Freunde von kurzen knackigen Brechern dürfen sich jetzt ausklinken, während Genießer von komplexen, mitunter in sich vertrackten Songs jetzt die Ohren spitzen dürfen.

Mit „A Selfish Star“ startet das Album, ein knapp zwölfminütiges Epos zu Beginn einer Scheibe, das muss man sich erstmal trauen, die Franzosen machen es einfach und sie machen es nicht schlecht, nach knapp zwei Minuten Vorgeplänkel wird es dick, es wird pompös und eine dichte Atmosphäre baut sich auf. Hier ist bereits im ersten Song so viel Abwechslung enthalten, wie bei anderen Bands nicht einmal auf einem Album. „The Veil of Splendid Lies“ schlägt in die gleiche Kerbe und weiß in seiner orchesterhaften Eigenschaft zu überzeugen und vor allem zu fesseln, der Groove zieht sich durch den Song lässt einen immer folgen. „Act of Faith“ hingegen ist ein Monster, gefühlt schleppend, aber durch die vielen Stimmen und Gimics sich immer wieder aufbauend. Zum Ende wird das Gaspedal nochmal kurz getreten, es bleibt aber gefühlt pompös böse.

Wer dachte, es geht so fast getragen weiter, darf sich täuschen, „Tethering the Transient“ startet mit voller Wucht und verliert diese trotz aller Dynamik innerhalb der Songstruktur nicht. Dieses Werk wird live die Matten wehen lassen, davon bin ich überzeugt, bringt als Kondition mit, solltet ihr zu einem Konzert von Decline Of The I gehen und „Tethering the Transient“ wird angestimmt.

Den Abschluss eines bisher sehr überzeugenden Albums macht der mit über 15 Minuten längste Titel „Dieu Vide“. Hier wird es wirr, den einen zu viel, den anderen wird es genau gelegen kommen, ein Soundgewand, eine Vielschichtigkeit, allerdings ist Aufbau und Stil des Songs absolute Geschmackssache, was hier auf jeden Fall bleibt ist, ist der Überraschungsmoment, die Decline Of The I hier immer wieder nutzen und für sich beanspruchen und mit einem richtiger Kracher (mMn) dieses Album abrunden.

Gemixt wurde „Johannes“ von Xort im Drundenhaus (Frankreich), das Mastering wurde im Opus Magnum Studio in Belgien übernommen.
Zusammenfassend bleibt zu sagen, Decline Of The I hinterlassen mit dem gut durchdachten und sehr gut produzierten Album „Johannes“ im Jahr 2021 ihre Spuren und vielleicht auch darüber hinaus. Manche könnten es zu sperrig finden, aber Fans dieser Machart von Kunst werden ihre Freude haben.

Anspieltipps: „Act of Faith“ und „Tethering the Transient


Bewertung: 9,5 von 10 Punkten


Tracklist:
01. A Selfish Star
02. The Veil of Splendid Lies
03. Act of Faith
04. Tethering the Transient
05. Dieu Vide




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