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CRIMSON FIRE – Another dimension (2021)

(7.263) Olaf (8,0/10) Heavy Metal


Label: No Remorse Records
VÖ: 27.08.2021
Stil: Heavy Metal

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Es ist aufmunternd, wenn bei den ganzen Schreckensmeldungen um die schweren Waldbrände in Griechenland zumindest gute Musik aus dem Land der Helenen Zutuns rüberschwappt und den langsam auslaufenden Sommer zumindest akustisch ein wenig verlängert. Die mir bis Dato unbekannten Crimson Fire haben zwar die Originalität mit dem kleinen Löffel gefressen, machen aber dennoch extrem viel Spaß, da man “Another dimension” durchaus als Soundtrack meiner Jugend bezeichnen kann.

Das liegt in der Tatsache begründet, dass der fünfköpfige Gyros Express bei so ziemlich jeder Band wildert, die in den Achtzigern auf meinem Plattenteller gelandet ist. “Judas” ist sowas von Maiden, “Don’t fall from the sky” hätte auch auf der ”Keepers Pt.1” stehen können und ”On the Edge” ist fast eine 1:1 Kopie von OzzysShot in the dark”. Doch ist das nun verwerflich, wenn man seinen Helden huldigt? Naja, man könnte von einer Band, die sich keine Coverversionen aufs Banner gepinselt hat, schon ein wenig Eigenständigkeit erwarten, doch wenn man diese angesprochenen Reminiszenzen so herrlich erfrischend und technisch sauber aufs Tableau bringt, kann man schon mal zwei Augen zudrücken.

Die Jungs haben nämlich durchaus was auf dem Kasten und Sänger Johnny B. hat ein recht ansehnliches Arsenal an stimmbandtechnischen Waffen, die er gekonnt einsetzt und mehr als einmal der Geist der guten alten Zeit beschwört. Und was die Jungs können zeigen sie beispielsweise bei “Fire from below”, der zwar auch eine Menge Anspielungen besitzt, dennoch recht eigenständig klingt und gerne ein paar mehr Nachahmer hinter sich hätte vereinigen können. wie beispielsweise ”Chasing time” oder “Sold my soul”, die sie an die Gods of Rock'n'Roll verhökern, was den Schluss zulässt, dass die gewissen Ähnlichkeiten zu den Heroen unserer geliebten Musikrichtung durchaus beabsichtigt sind.

Mit etwas AOR der Marke härtere Asia (”Set the Night In Fire"), einen ”Headless Cross” Klon namens “Eye of the Storm” und ein wenig Priest’schen “Freewheel burning” Feeling bei ”No fear” gibt die Bande nochmal Gas, bevor sie sich mit dem nach einem Klon aus Maiden und Journey klingendem “Walking into the light” aus dem Funkverkehr abmeldet und schlussendlich bei mir im Gedächtnis hängenbleibt, da all diese Huldigungen an die alten Tage mein altes Herz erwärmten und mich mitnahmen.

Crimson Fire sind nicht originell, eigenständig oder gar innovativ. Vielmehr greifen sie sich viele Elemente anderer, weitaus größerer Bands aus der Kiste, vermengen diese zu einem mehr als wohlschmeckenden Gericht und machen von Anfang bis Ende Spaß. “Another Dimension” ist eine tiefe Verbeugung an alte Tage, die leider vergangen sind, durch diese Scheibe aber eine Auferstehung feiern.


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Judas
02. Don’t fall from the sky
03. On the edge
04. Fire below
05. Set the night in fire
06. No fear
07. Eye of the storm
08. Sold my soul
09. Chasing time
10. Walking into the light




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