A-D

CHAPEL OF DISEASE

Summoning black gods (2013)

So, auch 2013 gehen die FDA Rekotz Festspiele weiter und wir beginnen den Reigen mit den Kölner Schwarztod Nihilisten von Chapel of disease, die nach ihrem letztjährigen und hervorragenden „Death evoked“-Demo nun mit Album Nummer Eins namens „Summoning black gods“ um die Ecke biegen, ziemlich derbe auf die Kacke hauen und jeder polierten Hochglanzproduktion den verseuchten Mittelfinger entgegen recken. Dieser Achttracker ist ein räudiger Ausbund gutturalen Gedärms, der dem geneigten Hörer die Maden aus dem Wanst vertreibt.

Allein schon wenn Sechssaiter Laurent seine Futterluke öffnet, fühlt man sich wohlig an alte (gaaanz alte) Asphyx erinnert, denn gesanglich geht der Rheinländer locker als kleiner Bruder des Gesangsmonsters van Drunen durch und brüllt sich gänsehauterregend durch fiese, dreckig, roh produzierte und markerschütternde Vorschlaghämmer, die so herrlich retro sind, dass ich bei lyrischen Ergüssen wie „The nameless city“, „Dead spheres“ oder „Hymns to the new land“ mich wieder wie 20 fühlte. Grandios, auch wenn die Jungs mal etwas Tempo rausnehmen, um dann umso gnadenloser zuzuschlagen, gehört beim Highlight „Evocation of the father“ oder produktionstechnisch ein klein wenig an die „Darkness descends“ von Dark Angel bei „Descend to the tomb“ erinnern, das Teil brennt von Anfang bis Ende und reißt Mauern ein.

Für Puristen, Schöngeister und Fans von anspruchsvoller Musik…verpisst Euch! „Summoning black gods“ ist NICHTS für das gerade angesprochene Klientel, vielmehr für den gehobenen Undergorund, der sich einen Dreck um Konventionen schert. Chapel of disease sind ein grandioses Beispiel dafür, wie schwarz angehauchter Death Metal direkt aus dem Bauch klingen muss, ohne anzubiedern oder die Masse zu befriedigen. Ich hoffe, der Vierer bewahrt sich diese leidenschaftliche „Fuck off“ Attitüde und wird dieses jahr auf einigen Konzerten in meiner Nähe ihr Können unter Beweis stellen, denn ich MUSS diese Rüpel dringendst live sehen…

Bewertung: grandiose 8,5 von 10 Punkten

Tracklist:

01. Summoning black gods

02. Descend to the tomb

03. Dead spheres

04. Evocation of the father

05. The nameless city

06. Hymns to the new land

07. Exili’s heritage

08. The loved dead

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