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CAVALERA - Schizophrenia (2024)

(8.947) Olaf (8,5/10) Thrash Metal


Label: Nuclear Blast
VÖ: 21.06.2024
Stil: Thrash Metal






Zitat aus meinem Review vom 01.07.2023: (…) Eine Bitte habe ich dann aber doch noch: Bitte Finger weg von „Schizophrenia“, denn ist gut, wie sie ist. Cheerz! (…)

Das hier der Wunsch der Vater des Gedanken war, konnte ich schon beim Berliner Gastspiel erahnen, als Cavalera mit „Escape to the Void“ bereits einen aus dem legendären „Schizophrenia“ Album in die Halle jagten und somit meiner Bitte kein Gehör geschenkt wurde. Warum also eine Platte neu recorden, die einfach in ihrer Gesamtheit bereits erahnen ließ, dass aus der Lärmcombo vom Amazonas im Laufe der nächsten Jahrzehnte ein ernstzunehmender globaler Metal Act werden würde?

Der einzig wirklich triftige Grund kann nur der Sound gewesen sein, der sich anno 1987 im Vergleich zum Debüt zwar signifikant verbessert hatte, dennoch bei vielen Musikpuristen für arges Stirnrunzeln sorgte. Nicht so bei mir, denn ich habe das Album so geliebt, wie es war und liebe es immer noch, da es mich auch an tolle Zeiten in Kalifornien erinnert, wo ich mich 1987 recht lange aufhielt.

Warum dann aber doch noch 8,5 Punkte?

Die beiden Brüder, die mit ihren Pappschildern „No Cavalera, No Sepultura“ bei der letzten Tour irgendwann doch ein wenig nervten, haben auch „Schizophrenia“ mit viel Liebe und Respekt vor dem eigenen Werk behandelt und bis auf den besseren und brachialeren Sound das Meiste so gelassen, wie es damals war und ja, mein Lieblingssong aus der Ära „From the Past comes the Storm“ ist wirklich überragend geworden und hat beim Airdrumming auf der Straße dafür gesorgt, dass mein nagelneuer Aufsatz von meinen Vapo unauffindbar ins Gebüsch flog.

Klar ist auch hier wieder das aktualisierte Artwork von Eliran Kantor ein Augenschmaus und man hat mit „Nightmares of Delirium“ wieder einen neuen Song am Start, der tatsächlich aus den Achtzigern stammen könnte, doch rechtfertigt dies alles den Kauf dieser Neueinspielung?

Natürlich werden Viele mit den Augen rollen und sich umgehend das Original reinziehen, was ich absolut nachvollziehen kann, doch auch hier muss ich Iggor und Max meine Anerkennung zukommen lassen, die „Schizophrenia“ nicht ausgeschlachtet, sondern vielmehr akribisch restauriert und eine wirklich gute Platte für die nächste Generation ein wenig aufgehübscht haben. Doch nun erwarte ich als Nächstes „Beneath the Remains“ mit dem Sound von „Bestial Devastation“. Das wird ein Spaß!


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Intro
02. From the Past comes the Storm
03. To the Wall
04. Escape to the Void
05. Inquisition Symphony
06. Screams behind the Shadows
07. Septic Schizo
08. The Abyss
09. R.I.P. (Rest in Pain)
10. Nightmares of Delirium



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