A-D

BLACK ANVIL – As was (2017)

(3.377) - Schaacki (8,7/10)

Label: Relapse Records
VÖ: 13.01.17
Stil: Modern Black Metal

Facebook     Kaufen

Wenn Musiker aus der New Yorker Hardcore Szene ein Black Metal Projekt gründen, dann darf man munkeln, dass es hier nicht den typisch nordischen Eispickel gibt. Dass die Baseball Keule aber doch so eindrucksvoll und innovativ in einen Morgenstern verwandelt werden kann, ist dann eine umso erfreulichere Überraschung. Abwechslungsreichtum und eine Vielzahl von gekonnten Grenzüberschreitungen sind da Pflichtprogramm auf dem nunmehr vierten Album.

Finster fies steigt er ein, der Opener „On forgotten ways“, dann rockt er bitterböse und bedrohlich weiter. Die Drums wummern kräftig dazu und der Sänger wütet garstig und lässt gar an die Einmaligkeit von Ghaal zu seiner Zeit bei GORGOROTH erinnern. Doch damit nicht genug – auch Klargesang und ein epischer Zwischenpart finden Platz in den gut acht Minuten des ersten Stücks von „As was“. Wer sich nicht vorstellen kann, dass das alles zusammenpassen mag, dem sei bereits an dieser Stelle ein Reinhören empfohlen.

Mit etwas mehr Wumms und einer ebenso feinen Melodie bricht dann „May her wrath be just“ über den Hörer herein. Allgemein wirkt dieser Song aggressiver und direkter als sein Vorgänger. Doch nur durchkloppen wollen BLACK ANVIL auch hier nicht und bieten zum Ende noch eine Menge Tiefgang. Der Titelsong beruhigt die Gemüter und zieht die Zügel etwas an. Auch wenn das Wort ‚Balade‘ in Kombination mit Black Metal etwas gewagt kommt, so sind tatsächlich eben jene prägende Elemente auszumachen, wenn auch mit einer Menge Energie. Wäre die Gesangsstimme ein Paar Octaven tiefer, so könnte sie hier und da im Zusammenspiel mit der begleitenden Musik manchmal gar Erinnerungen an die großartigen TYPE O NEGATIVE wecken.

Danach zeigen BLACK ANVIL, dass sie es auch durchaus verstehen zu grooven und steigen in „Nothing“ mit einem schweren Rollen ein. Auch wenn dieses zwar kurz darauf von wildem, schwarzem Gewüte unterbrochen wird, so kehrt der Nackenbrecher im Refrain erfreulicher Weise bald zurück. Und auch hier gibt’s mit Classic Rock noch mal eine Überraschung zum Ende. „As an elder learned anew“ ist ein angenehmer Midtempo-Rocker, der wiederum mit dem Sound von SAMAEL anbendelt.

Nun wird es mächtig progressiv und der Bassist darf sich zu Beginn von „Two keys: here’s the lock“ erst einmal schön austoben. Nach einer Überleitung wird dann fix, aber nicht mit Gaspedal am Bodenblech losgedüst. Im Focus steht diesmal das Wechselspiel aus Gekeife und Klargesang. „The way of all flesh“ birgt einen stillen, akkustisch-instrumentalen Moment kurz vor dem Finale. Dieses trägt dann den Namen „Ultra“ und bietet noch einmal einen schönen Mix der meisten und vor allem prägensten Elemente von „As was“. Gespickt mit Raserei, hämmernden Drums, Groove, Melodie und den bereits öfters erwähnten verschiedenen Gesangsstilen bekommt man einen guten abschließenden Querschnitt des Albums.

Völlig zu recht veröffentlichen die eigentlichen Hardcore-ler hier ihr nächstes Black Metal-Album. Tellerränder kennen sie nicht und das ist auch gut so. „As was“ ist ein starkes Album, welches etliche Stile großartig vereint und wirklich Spaß macht.

Bewertung: 8,7 von 10 Punkten

Tracklist:
1. On forgotten ways
2. May her wrath be just
3. As was
4. Nothing
5. As an elder learned anew
6. Two keys: here's the lock
7. The way of all flesh
8. Ultra

Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

The new breed

VERLOSUNGEN

wo wir sind

P P P

Schrod's...

ZO SONGCHECK

V.I.P.

alter Z.O.F.F.

Join the Army

Damit das klar ist

Unsere Partner