A-D

BEFORE THE DAWN

Rise of the phoenix (2012)

Wo andere Bands geschlagene 20 Jahre brauchen, um mal zwei oder maximal drei Alben auf die Kette zu bekommen, so veröffentlichen die Finnen Before the dawn eigentlich im Jahresrhythmus Alben, die allerdings dann auch noch qualitativ mehr als hochwertig sind und keinesfalls wie aus der Hüfte geschossen klingen. Meine Herren, ich habe immer noch den Vorgänger „Deathstar rising“ mit dem Übersong „Winter within“ im Kopf, da haut Toumas Saukkonen mit „Phoenix rising“ erneut ein tonnenschweren Brocken raus, der mit genialen Songs punkten kann, allerdings auch gravierende Mängel aufweist.

Das siebte Album in neun Jahren Bandgeschichte ist wieder einmal ein Ausbund an tollen Melodien, punktueller Härte und spielerischer Finesse, die beim Hören unbändigen Spaß macht. Die Grundmelodie beim groovenden und überragenden „Fallen world“ ist den Anschaffungspreis allein wert, ebenso die knüppelharten und dennoch melodiösen „Pitch-black universe“ und dem Titelsong, der mit einem fantastischen Riffing zu begeistern weiß. Ebenfalls nicht von dieser Welt sind die Tempiwechsel bei „Throne of ice“ von doomig über midtempo, von thrashig bis blastend…und das in knapp 5 Minuten. Überwältigend! Bis zu diesem Zeitpunkt bewegte sich „Rise of the phoenix“ geradewegs im 9,5-10 Bereich, wenn nicht…ja…wenn nicht der Rest ab Song 8 wäre. „Eclipse“ und „Closure“ sind zwei völlig austauschbare Instrumentals die, von ein paar vereinzelten Growls beim letztgenannten mal abgesehen, völlig überflüssig sind. Wenigstens kann die 2012er Version von „Unbreakable“ vom 2009er Album „Soundscape of silence“ noch ein klein wenig was retten, doch die Akkustik Bridge „Deliverance“ ist ebenso unnötig, wie die Demoversion von „Reflection“, die punkig daherkommt und mit dem Sound der Band anno 2012 überhaupt nichts mehr gemein hat.

Ok, sieht man mal vom verhunzten Schlußteil ab, ist „Rise of the phoenix“ erneut ein mehr als gutes Album geworden, welches Jeder im Regal zu stehen haben sollte, der den alten Amorphis in den Neunzigern hinterher trauert. Before the dawn verbinden Härte elegant mit Melodien, was nicht vielen Band beschieden ist, ohne gleich ins Jämmerliche abzudriften. Wäre doch nur nicht dieser verfluchte Endspurt gewesen…

Bewertung: immer noch sehr gute 8,4 von 10 Punkten, die hätten höher ausfallen können

Tracklist:

01. Exordium

02. Pitch-black universe

03. Phoenix rising

04. Cross to bear

05. Throne of ice

06. Perfect storm

07. Fallen world

08. Eclipse

09. Closure

10. Unbreakable (2012 Version)

11. Deliverance (Bonus)

12. Reflection (1999 Demo)

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