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ARTILLERY

Legions (2013)

So langsam schleicht sich bei mir das Gefühl ein, dass die 10jährige Pause zwischen 1999 und 2009 den Stützer Brüdern mehr als gut getan hat, denn seit “When death comes” steigert sich die Qualität der Musik bei der Dänischen Thrash Walze mit jeder Veröffentlichung um einige Prozentpunkte. Wo soll das den noch hinführen? Album Nummer sieben in der nunmehr 31(!!!)jährigen Karriere nennt sich “Legions” und kann sich getrost mit dem 90er Meisterwerk “By inheritance” messen, mit dem Artillery damals eigentlich den ganz großen Durchbruch verdient gehabt hätten. Aber…hätte, hätte, Fahrradkette…

Zehn Songs gibt es von der Legende auf die Ohrmuscheln und gleich zu Beginn wird die größte Veränderung im Line Up deutlich, denn nach Sören Adamsen hat man nun mit Michael Bastholm Dahl einen Sänger in seinen Reihen, der seine Vorgänger mehr als deutlich in den Schatten stellt. Beim Opener allerdings wird das noch nicht ganz so deutlcih, agiert er dort scheinbar noch mit etwas angezogener Handbremse. “Chill my bones” wurde ja bereits im Vorfeld veröffentlicht und entpuppt sich bei mehrmaligem Durchhören tatsächlich als kleiner “Gag”, denn das gesamte Restmaterial ist um ein Vielfaches starker, differenzierter und einfach knackiger. Das geht schon bei “God feather” los, bei dem Dahl loslegt wie die Feuerwehr. Brillant! Die Riffs in irgendeiner Form zu lobpreisen, hieße Eulen nach Athen tragen, den dafür sind da einfach zu alte (listige) Füchse am Werk die exakt wissen, was man von ihnen erwartet. Auch die von mir eigentlich nicht ganz so hoch angesiedelte Sparte der Halbbballade wird mit “Enslaved to the nether” perfekt bedient und sollte nicht nur beim weiblichen Geschlecht Anklang finden. Für die Moscher unter Euch gibt es mit “Anno requiem” und dem fulminanten Thrash Bolzen “Ethos of wrath” mächtig was vor den Latz.

Also Alles in Allem eine durchweg gelungene Mischung, die mehr als Spaß macht und in der Redaktion für grinsende Gesichter sorgte. Artillery haben mit “Legions” das in meinen Augen zweitstärkste Album ihrer Karriere vorgelegt und somit die Hoffnung genährt, dass in Zukunft auch weiterhin mit feinstem Stöffchen aus Dänemark zu rechnen ist. Ein nettes Weihnachtspräsent!

Bewertung: sehr starke 8,8 von 10,0 Punkten

Tracklist:
01. Chill my bones (Burn my flesh)
02. God feather
03. Legions
04. Wardrum heartbeat
05. Global flatline
06. Dies irae
07. Anno requiem
08. Enslaved to the nether
09. Doctor evil
10. Ethos of wrath

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