CD-Reviews A-D

ANOMALIE – Tranceformation (2021)

(7.484) Niclas (9,0/10) Black Metal


Label: AOP Records
VÖ: 19.11.2021
Stil: Black Metal

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Mir fehlen die Worte. Vielleicht nicht der beste Satz, um ein Review einzuleiten, doch anders kann ich meine Überraschung angesichts des neuen ANOMALIE-Albums „Tranceformation“ nicht zum Ausdruck bringen. Dabei ist mir das österreichische Ein-Mann-Projekt aus dem Dunstkreis um die Post-Black Metal-Helden von HARAKIRI FOR THE SKY schon länger ein Begriff, doch was ich auf der neuen Platte zu hören bekam, sprengte doch etwas meine Erwartungen.

Tranceformation“ ist definitiv ein passender Albumtitel, denn während vergangene Werke von Bandkopf Marrok noch stark an seine vorher genannten Landsleute angelehnt waren, so kommt das Album nun weitaus atmosphärischer und stellenweise schon recht hypnotisch daher. So jagt der Opener „Trance I: The Tree“ dem Hörer bereits ab der ersten Sekunde eisige Gänsehautschauer ein. Ein langsamer, ritualistisch anmutender Buildup zeichnet den Song aus, unterlegt mit dröhnenden Tremolo-Riffs und relativ minimalistischem Drumming. Und über allem schweben Marroks kraftvolle Clean-Vocals.

Dies ist wahrscheinlich die größte Überraschung auf „Tranceformation“: Während die Musik fest in schwarzmetallischen Klängen verhaftet ist, dominiert nicht etwa das genretypische Gekreisch die Gesangsparts, sondern allgegenwärtiger Klargesang, der dem Album gewisse gothic-artige Qualitäten gibt.

Marrok selbst greift hier eher seltener auf Screams zurück, erhält in dieser Hinsicht aber tatkräftige Unterstützung von Nornagest (ENTHRONED) und Sakis Tolis (ROTTING CHRIST), die beide exzellente Gastauftritte beisteuern.

Am ehesten kann man den Sound von „Tranceformation“ wohl mit „Sun“ von SECRETS OF THE MOON vergleichen, einem Album, dass genauso Black Metal und Gothic-Elemente miteinander verband und damit einen ganz eigenen Sound mit starkem Wiedererkennungswert schuf. Für SECRETS OF THE MOON war „Sun“ allerdings eher ein Übergang vom einen zum anderen Genre.

Ob eine ähnliche Transformation auch ANOMALIE bevorsteht, wird sich zeigen. Auch wenn Black Metal-Puristen vielleicht die Nasen rümpfen würden, „Tranceformation“ ist eines der emotionalsten und interessantesten Alben des Genres in diesem Jahr und auf jeden Fall einen Durchlauf wert.


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Trance I: The Tree
02. Trance II: Relics
03. Trance III: Alive
04. Trance IV: Nemesis
05. Trance V: Cerulean Sun
06. Trance VI: Eternal Burden



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