A-D

AMONG RATS

Intact world (2013)

Früher…ja früher, in einer Zeit, wo es kein Internet gab, kein Spotify, kein Facebook war man meist darauf angewiesen, bei Plattenkäufen sich entweder auf die gängigen Medien zu verlassen, mal rein zu horchen oder einfach ein Album nach Cover zu kaufen. Letzteres habe ich mehrfach getan und dabei einige kranken Perlen (gute, sowie auch negative) erworben. Doch ehrlich, hätte ich damals die erste CD von Among Rats gesehen, wäre das Teil ungehört wieder in den Regalen verschwunden. Doch das ist eigentlich der einzige Kritikpunkt auf „Intact world“, denn ansonsten knallt und ballert das Teil der Österreicher mehr als amtlich, macht Laune und ist erwiesener Maßen Partykompatibel.

Als erstes fällt die wirklich saugute Produktion auf, die ich am ehesten mit Dying Fetus vergleichen möchte, ohne den Jungs Honig um den Bart zu schmieren, doch gerade der Snare Sound ist herrlich trocken, brät grandios und egal ob etwas schleppender („Money kills“) oder blastig („Blood boiled“), es klingt immer gut und niemals durcheinander. Das ist sowieso die Stärke von Among rats, die trendtechnisch nicht einfach zu kategorisieren sind und einfach drauf los semmeln. Schade nur, dass viele Songs nur um die eine Minute lang sind, denn gerade die Riffstrukturen bei Granaten wie „Admin the cruelty“, „Trained to drill“ oder „As black as night“ hätten durchaus noch ein wenig länger dauern können. Aber auch wenn die Jungs wie mit „Crazy scientist“ oder „Violation“ Monstersongs von einer fast epischen Länge von drei Minuten raushauen, es macht immer noch mächtig Spaß. Ein Song sticht hier besonders hervor, der einer ebensolchen Erwähnung bedarf: „Human dignity rape“, bei dem unsere alpenländischen Nachbarn durch herrliches Riffing knappe drei Minuten für exessives Haareschütteln sorgten. Das macht Spaß, das macht Laune.

Mehrfach fiel in diesem Review das Wort „Spaß“ und das ist es, was „Intact world“ ausmacht. Technisch erfinden Among rats das Rad definitiv nicht neu und es gibt sicherlich auch weitaus begabtere Bands in diesem Genre, doch ich gehe jede Wette ein, dass, bei entsprechender Reifezeit, die Welt noch eine Menge von den Jungs aus Gmunden hören wird. Ihr mögt die erwähnten Dying Fetus oder Terrorizer? Dann schlagt umgehend zu. Starkes Teil…

Bewertung: sehr kurzweilige und krachende 8,3 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Infection
02. Admin the cruelty
03. Infected by the rats
04. As black as night
05. Blood boiled
06. Death for sure
07. Human dignity rape
08. Snow covered
09. Violation
10. Hit split slit
11. Trained to drill
12. Intact world
13. Crazy scientist
14. Asylum et delirium
15. Money kills
16. The forsaken

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