CD-Reviews A-D

AMENRA – De Doorn (2021)

(7.186) Stephan Haese (8,5/10) Doom Post Metal


Label: Relapse Records
VÖ:25.06.2021
Stil: Doom Post Metal

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Ich denke, die Belgier AMENRA brauchen dieser Zeit keiner besonderen Vorstellung mehr. Sie sind mit unzähligen Veröffentlichungen bereits zu einer festen Größe auf dem Post Metal/ Doom Sektor herangewachsen und ihre Popularität stieg damit gleichermaßen.

Dass es kein leichtes Unterfangen gewesen sein wird, an den bereits sehr komplexen Vorgänger „Mass VI“ anzuschließen und eben jene Erwartungen zu erfüllen, dürfte die Herrschaften ziemlich unter Druck gesetzt haben. Gelungen ist dies nicht auf ganzer Strecke. Dennoch haben wir hier wieder einen absoluten Hochkaräter der wiederum in der ersten Liga spielt und alle Trademarks der Band vereinen. Den Start macht das zehnminütige „Ogentroost“ mit düsteren atmosphärischen Ambientklängen und steigert sich mit seichten melancholischen Gitarrenzupfen und gesprochener Stimme zu einem gewaltigen Doom Monster mit dem unverwechselbaren emotionalen Geschrei von Sänger Colin van Eeckhout, welcher dabei von Caro Tanghe (OATHBREAKER) begleitet wird. In Minute sieben entfaltet sich die gewöhnte Brutalität mit einem etwas coreigen aber düsteren Part, bevor man in Zerbrechlichkeit mündet.

Das anschließende „De Dood in Blei“ ist ein reines Ambient Stück mit gesprochener weiblicher und männlicher Stimme zu einer melancholischen Grundstimmung. Dabei sei angemerkt, dass gerade der flämische Dialekt, auf der ganzen Platte eine besondere Atmosphäre erzeugt.  „De Evenmens“ startet mit schweren Riffs, wird dann kurz ruhiger und schraubt sich wütend und verzweifelnd gen Ende. Das doomig startende „Het Gloren“ geht über in Post Metal Riffing und einer ruhigen gesprochenen Passage, bevor er kurz vor Schluss mit brachialen Riffs und totaler Verzweifelung eine Explosion entfacht. Den Abschluss macht „Voor immer“ und ist mit knapp 13 Minuten auch das längste Stück des Albums. Gut die Hälfte des Titels geht mit sanften Ambientklängen und seichtem Gitarrenspiel recht ruhig zur Sache, dazu der immer wiederkehrende Sprechgesang im flämischen Dialekt. Ab Minute acht geht es mit einem ganz starken Riff und melancholischem Geschrei in den Endspurt.

AMENRA haben mit „De Doorn“ nicht unbedingt ihre stärkste Veröffentlichung, aber die Scheibe weiss mit ihrer durchdringenden Stimmung der totalen Verzweiflung zu überzeugen. Die Spannungsbögen sind oft überzogen, kommen aber umso deutlicher auf den Punkt. Einsteiger in diese Materie werden auch mit diesem Album warm und Freunde von NEUROSIS, CULT OF LUNA oder eben OATHBREAKER werden ebenfalls Gefallen daran finden.

Anspieltipps: „Ogentroost“ & „De Evenmens“


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Ogentroost (Augentrost)
02. De Dood in Blei (Tod in voller Blüte)
03. De Evenmens (Der Mitmensch)
04. Het Gloren (Die Dämmerung)
05. Voor immer (Für immer)




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