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ALLUVIAL – Sarcoma (2021)

(7.121) Maik (7,4/10) Extreme Metal


Label: Nuclear Blast
VÖ: 28.05.2021
Stil: Extreme Metal

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ALLUVIAL aus den Staaten bieten einen ziemlichen Mix, der sich größtenteils in modernen Bahnen bewegt. Die Stilbezeichnung Extreme Metal ist dann allerdings ein wenig irreführend, denn jeder wird wohl andere Maßstäbe anlegen, was für Musik er nun als ‚extrem‘ bezeichnen würde. Zuerst fällt einmal auf, dass die Band unter ‚extrem‘ wohl extreme Tempiwechsel und extreme Progressivität versteht. Teilweise stark im Melodic Death und Metalcore verankert, gerade was die Brutalität angeht, finden doch auch ruhigere Töne ihr Dasein auf „Sarcoma“. Das Ganze wird gewürzt mit kaum nachvollziehbaren, herzkasperverursachenden Rhythmen und dem für Modern Metal so typischen Brüllwürfelgesang.

Grade letzterer wirkt dann teilweise etwas enervierend, ins besonders, da die Band auch stark auf Dissonanzen und Disharmonien setzt. Teilweise recht treibende eingängige Riffs und das eine oder andere melodische Gitarrensolo wirken dann für Traditionalisten wie mich immer wie das Stück Treibholz, welches verhindert, dass man im Dissonanzozean untergeht. Ja, Ihr werdet schon gemerkt haben, dass mir derartige Mucke nicht wie Öl ins Öhrchen rutscht, sondern sich eher wie ein stachelbesetzter Fausthandschuh in meine Gehörgänge stanzt.

Nun ist das ja so, dass man sich mit der Musik befassen muss, die man rezensieren soll, und demzufolge schmettern ALLUVIAL ihr schwerverdauliches Gebräu nun schon zum dritten Mal in meine Lauschkanäle, und dank der sich dort mittlerweile gebildeten Hornhaut finde ich die Mucke mittlerweile auch gar nicht mal so schlecht. Allerdings schrappelt das Album dann doch eher an mir vorbei, was vor allem an dem ständigen Aggrogesang liegt, der nicht wirklich irgendwelchen Melodien folgt. Aus dem Rahmen fällt dann das fast gothic- jazzige “Stories“, welches zum großen Teil mit Klargesang auskommt, aber zum Rest irgendwie nicht so richtig passen will. Und das ist vielleicht auch gut so, denn dadurch kommt etwas Abwechslung auf. Ins besonders vom monotonen Schreigesang.

Im Grunde finde ich solche Musik anstrengend, und würde keine drei Minuten aushalten. Da Musikjournalismus allerdings auch den Horizont erweitern sollte, ins besonders beim Schreiberling selbst, konstatiere ich hier mal, dass diese Mucke nicht schlecht ist. Dass sie mir nicht gefällt, ist ja kein Qualitätsmerkmal.

Anspieltipp: „Underling“ und „Stories“


Bewertung: 7,4 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Ulysses
02. Thy underling
03. Sarcoma
04. 40 Stories
05. Zero
06. Exponent
07. Sleepers become giants
08. The putrifd sunrise
09. Sugar paper
10. Anodyne




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