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MARIUS DANIELSEN – Legend Of Valley Doom Part 3 (2021)

(7.098) Maik (8,3/10) Melodic Metal


Label: Crime Records
VÖ: 07.05.2021
Stil: Melodic Metal

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Obwohl ich ja nicht so der Mega-Fan dieser melodiösen Spielart des Heavy Metal bin, ist es doch eine recht nostalgische Erfahrung für mich, das neueste Album von MARIUS DANIELSEN zum Rezensieren vor der Nase zu haben. Denn es war dessen Vorgängerscheibe, die mein erstes Review für Zephyrs Odem darstellte.

Nun liegt also „Legend Of Valley Doom Part 3“ vor, und bildet der momentanen Abschluss der Fantasy- Trilogie des Norwegers. Wie daraus schon ersichtlich wird, handelt es sich um eine Sword-and-Sorcery- Geschichte. Es müssen bestimmte Artefakte gesammelt, böse Feinde besiegt und epische Schlachten geschlagen werden. Am Ende wird ein neuer König gekrönt und ab sofort ist wieder alles eitel Freud und Glückseligkeit immerdar.

Okay, dem einen oder anderen werden sich nun schon die Augen auf eine Rollgeschwindighkeit von 200 rpm geschaltet haben, denn so völlig neu ist diese Idee nun nicht. Fans von Conan oder Herr der Ringe oder klassischen Games wie D&D werden auch den einen oder anderen Aspekt wiederfinden. Andererseits passen solche Fantasythemen auch zu epischem Metal, deshalb lassen wir da mal jegliche Wertung außen vor.

Der Meister hat wieder etliche Gastmusiker rekrutiert, und auch sonst liest sich die Besetzungsliste dieser Scheibe wie das Telefonbuch einer Kleinstadt. Ralf Scheepers und Tim „Ripper“ Owens sind wieder mit von der Partie, und Arjen Lucassen, der in ähnlicher Bauweise seine Alben verfertigt, hat auch sein Scherflein beigetragen. Den Erzählerpart hat John Rhys-Davies übernommen, der Genrefreunden sicher als Gimli in „Herr der Ringe“ oder als Indiana Jones- Kumpel Sallah bekannt ist.

Musikalisch wird hier auf jeden Fall auf sehr hohem Niveau gezockt, mit etwas mehr Metal- Attitüde als auf dem Vorgänger- Album. Doch auch ruhige Phasen, wie das balladeske „The Ballad Of Arnoth The Wild“ findet man auf dem Album. Überhaupt wird Abwechslung angestrebt, was bei einem über 70-minütigen Werk auch nötig ist.

Im Ganzen ist die Sache schon rund, und wirkt auch nicht zu langatmig. Allerdings klingt, angesichts des Themas, die Musik ein wenig, nun ja, zu nett. Das ist mir alles etwas zu glattgebügelt und klingt teilweise recht fröhlich. Zu fröhlich, finde ich. Wenn ich Lyrics höre, in denen eine alte Zwergenmine aufgesucht wird, inklusive Schlacht („Mines Of Elaroth“/“Battle For Elaroth“), dann sollten vor meinem geistigen Auge die Bilder der beklemmenden Szenen von Moria auftauchen, und nicht die von einem Zwerg, der fröhlich trällernd in den Keller tänzelt, um eine gute Flasche Wein zu holen. „Journey To The North“ hat einen leichten Pagan- Einschlag, und da kann man die gelöste Stimmung noch verstehen, mit dem Enthusiasmus, den eine neue Mission anfangs ausströmt, aber ansonsten bietet nur „Deep In The Mountain“ die passend düster-wuchtige Stimmung a la RAINBOW/DIO, und zwischendrin mit leichem IRON MAIDEN- Anklang.

Das soll die Leistung, die hier geboten wird, keineswegs schmälern, aber bei Geschichten, in denen der Tod allgegenwärtig ist, sollte der im schwarzen Kapuzenmantel und mit rostiger Sense auftauchen, und nicht im barocken Prunkgewand und mit silbernem Essbesteck. Insgesamt ist dies ein stimmiges Album, welches sich Fans der ersten beiden Teile sicher schon ins Regal gepackt haben. Episch, melodisch, abwechslungsreich, lang aber nicht langweilig. Mit mehr Metaldrive als der Vorgänger beinhaltete, aber eben etwas zu clean und, nun ja, eben nett.

Anspieltipp: „Journey To The North“ und „Deep In The Mountain“


Bewertung: 8,3 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Seven Ancient Artifacts
02. Journey To The North
03. The Ballad Of Arnoth The Wild
04. Mines Of Eloroth
05. Battle For Eloroth
06. March Into The Storm
07. Bane Of Lord Cremortius
08. The Sarlinian Bow
09. Deep In The Mountain
10. Tomb Of The Fallen Kings
11. Stars Will Light The Way





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