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MAJESTICA – Power Train (2025)
(9.371) Timo (8,6/10) Symphonic Power Metal
Label: Nuclear Blast
VÖ: 07.02.2025
Stil: Symphonic Power Metal
Das nun mehr dritte Album der Schweden (die Weihnachtsoper „Christmas Carol“) mit hinzugezählt, um Per Tommy Johansson, der noch bis 2024 bei Sabaton die Riffs beisteuerte. Die Herren aus dem schwedischen Boden legten bereits mit ihrem Debutalbum „Above The Sky“ für mich ein recht ansprechendes Album vor, natürlich Helloween-Worship inklusive, hehe. Die Vorliebe für teutonischen Melodic Power Metal konnte man schon damals erahnen. Dies ziemlich aufgepeppt mit fetzigen Synthsounds, war das handwerklich durchaus ordentlich, wenn auch speziell.
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Eine schöne Portion Gute Laune Power Metal gibt’s auch auf „Power Train“. Fett produziert, bietet man für Genrefreunde des Symphonic Power Metal so einiges. 10 Songs in einer guten dreiviertel Stunde, knackiges Riffing, grandiose Melodien und nicht selten temporeich. Mal mit markigen Background-oder Chorgesang, ist die Orchestrierung durchaus gelungen und ansprechend aufgebaut. Dabei stört es mich kaum, dass es auch hier an Ecken oder Kanten fehlt. Zweifellos sind die Melodien atemberaubend schön, und das Album lebt von einer willkommenen Sounddichte. Dabei haben Majestica es selbst produziert und aufgenommen, was ihnen zweifellos gelungen ist.
Gleich vom ersten Takt fällt der knallige und wuchtige Synthsound auf, Nörgler stempeln sowas als poppig ab, ich find es megageil. Auf "Power Train" ist diese Herangehensweise absolut stilprägend und hervorstechend und im Gegensatz zum Debut hat man diesen peppigen Synth-Sound nochmals intensiviert. So startet das Album gleich mit dem starken Opener „Power Train“, das nachfolgende „No Pain, No Gain“ legt sogar noch eine Schippe drauf. Der Song ist einfach knallig, melodisch und auf seine Art verträumt, Hörfreude in allem Belangen. Das mit cineastischen Momenten unterlegte „Battle Cry“ ist geradeaus und schnörkellos, und gehört zu den starken Songs der Scheibe. Wie auch „My Epic Dragon“. Gesanglich liefert Tommy hier einfach, er befindet sich zweifellos in der Spur, trägt das Album mit seiner zweifellosen Klasse.
Auch gegen Ende bietet die Scheibe noch mit „Victorious“ einen besonders starken Song, der mit einem schönen Drive und erfrischenden Synth-Bombast einfach richtig Laune macht. Der agile und packende Songaufbau gelingt Majestica auf der Scheibe durchaus immer wieder richtig gut. So ist „Power Train“ eine gelungene Symphonic Power Metal Scheibe, wo die Synth-Parts fast schon frech und etwas dominant das Geschehen beherrschen, dadurch aber eine gewisse Frische in die Songs streuen. Was die Sache doch recht spannend macht. Dennoch werden hier reichlich klassische Power Metal Trademarks ausgelebt, mit einem flinken Tempo und packenden Melodien. Viel mehr erwarte ich von einer Scheibe dieses Genre einfach nicht. Und das machen Majestica ausgesprochen gut. Erwähnen möchte ich das gelungene Artwork der Scheibe von Jan Yrlund (Darkgrove Design), welches mir ziemlich gut gefällt und sicher ein weiterer Grund ist sich dieses gelungene Scheibchen ins Regal zu montieren.
Anspieltipps: „No Pain, No Gain” und „Victorious”
Bewertung: 8,6 von 10 Punkten
TRACKLIST:
01. Power Train
02. No Pain, No Gain
03. Battle Cry
04. Megatrue
05. My Epic Dragon
06. Thunder Power
07. A Story in the Night
08. Go Higher
09. Victorious
10. Alliance Anthem