KREATOR

Exklusive "Gods of violence Release show"

26.01.2017 - Berlin @ Musik & Frieden

Es scheint mittlerweile in Mode gekommen zu sein, dass größere Bands zur besseren Promotion weitab von ihrem eigentlichen Bühnen-Standard in kleinen Club spielen, um dort eine gewisse Exklusivität anbieten zu können. Was im Falle von Metallica eher einem Stelldichein von Presseleuten (ja, auch uns) glich, so haben es Kreator tatsächlich geschafft, zu ihrer Record Release Show „echte“ Metal Fans im Kreuzberger Musik & Frieden zu versammeln, um mit ihnen gemeinsam den Laden in Schutt und Asche zu legen. Ich persönlich war im Vorfeld stolz und glücklich darüber, dass wir ebenfalls zu einem vollen Haus beitragen und Gästelistenplätze verlosen durften. Den Andrang im Zephyr’s Odem eigenen Mailpostfach könnt Ihr Euch sicherlich lebhaft vorstellen.

Ich mag das Musik und Frieden, da die oben befindliche Baumhaus Bar mit dem angrenzenden Stahlwerk Studio einfach ein saugemütlicher Platz zum Verweilen und Vorglühen ist und ich dort oben bereits weit vor dem um 21 Uhr startenden Gig feststellte, mindestens 60% der Anwesenden persönlich zu kennen, was natürlich in diversen fachtechnischen Diskussionen mündete und auch das Bier schmeckte nach dem gestrigen Powerwolf Absturz erstaunlicherweise wieder, was nicht unbedingt zu erwarten war. Achja…nochmal kurz zum Stahlwerk. Schaut bitte mal in diese Petition, unterschreibt und unterstützt Moderator Jakob Kranz bei seinem Kampf gegen die Verlegung der liebgewonnenen Sendung. Zurück zum Abend…

Etwas beunruhigt war ich schon, da bei einer solchen Band wie Kreator und einem begrenzten Platzangebot mit einem ausufernden Verhalten der Anwesenden zu rechnen war und dementsprechend dieser erlebnisreiche Konzertabend durchaus eine „drängelnde“ Note innehaben könnte, doch diese Befürchtung erweis sich als unbegründet, denn 200 Leute ließen genügend Entfaltungsmöglichkeit, um entweder tierisch abzumoshen oder entspannt dem thrashigem Liedgut zu lauschen.

Um Punkt 21 Uhr ertönte dann mit dem Chor der Verdammten das vertraute Intro und die Band stieg fulminant mit „Hordes of chaos“ ein. Erstaunlicherweise hatten die Jungs um den an diesem Abend leider sehr wortkargen Mille einen megafetten Sound und auch der begrenzte Platz auf der Bühne schien den Mannen nicht viel auszumachen, denn da war ständig Bewegung drin. Das Volk hingegen fraß der Band aus der Hand und die Stimmung war grandios. Klar war der größte Teil des Sets auf dem neuen Album basierend, doch mit „Total death“ fand sogar eine faustdicke Überraschung vom „Endless pain“ Album Einzug in eine Setlist, die eindrucksvoll bewies, wie viele Hits Kreator so im Programm haben. Es wurde mitgesungen, gefeiert und einer Band gehuldigt, die sich den Status als beste deutsche Thrash Metal Band über die Jahre redlich verdient hat. Erstaunlich war unter anderem der Fakt, dass sich das Publikum bei neuen Songs der Marke „World war now“ und „Satan is real“ sehr textsicher zeigte, was bei einem Veröffentlichungsdatum einen Tag später durchaus den Schluss zulässt, dass sich das neue Album schon länger auf diversen Download Portalen tummelte, was jedoch dem Erfolg und einem Charteintritt auf Platz 1 in Deutschland nicht hinderlich zu sein schien.

Wie erwähnt war der Sound bombastisch, das Publikum in Rage und die Band in Spiellaune, was die fehlenden Ansagen des Fronters durchaus ausglich. Auch eine Wall of death wurde initiiert, der Circle Pit kreiste (sofern das möglich war) und überall flogen die Haare, sei es auf dem Schädel oder am Kinn, wie D:I:D Chefstratege Dennis Bähringer eindrucksvoll bewies, doch nach exakt einer Stunde war Schicht im Schacht, was natürlich schade war, andererseits aber auch aufgrund des Exklusivität und des Gratis-Gedanken hinter diesem Event zu verschmerzen war. Somit war man früh wieder am Tresen mit der Gewissheit, hier an diesem Abend etwas Außergewöhnliches miterlebt zu haben. Danke für dieses erinnerungswürdiges Erlebnis.

Hordes of Chaos
Satan is real
Gods of violence
People of the lie
Total death
Phantom antichrist
Fallen brother
Enemy of god
From flood into fire
World war now
Hail to the hordes

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