MANTAR | DESERTED FEAR | DEATHRITE

23.04.2017 - Berlin @ Lido

Bereits im Vorfeld erfasste die Euphorie eine Menge Leute in der Bundesdeutschen Hauptstadt und somit war es keineswegs verwunderlich, dass an diesem schönen Sonntagabend das Lido fast ausverkauft meldete und man mehr als nur einen Bekannten traf. Leider nicht meinen Kumpel Mario, der bereits vorher Hannover und Hamburg besuchte, um dieses wohlfeine Package gebührend unter die Lupe zu nehmen und scheinbar an diesem Abend versteckt in einer Ecke tierisch abmoshte. Dafür war die halbe Headache Inside Familie anwesend, allen voran unser aller Dennis, der sich zum erklärten Ziel gesetzt hat, die beiden Hauptprotagonisten des heutigen Abends zum nächsten, gleichnamigen Festival zu lotsen, was einen kollektiven Kniefall aller an diesem Abend Anwesenden auslösen würde. Zurück zum Thema.
Nach meinem sehr intensiven und unterhaltsamen Plausch mit Hanno und Erinc versuchte ich mich durch die Massen am Bierstand nach vorne zu kämpfen, um zu erfahren, ob Deathrite den guten Eindruck, den sie bei ihrem letzten Gastspiel zusammen mit Napalm Death im SO36 hinterließen, heute bestätigen konnten. Zum Teil würde ich sagen, was allerdings weniger an der Band, sondern vielmehr am Mischer lag, der den Gesang des Fronters nur für die ersten Reihen richtig hörbar machte, was angesichts der Tatsache, dass die Mucke der Mannen aus Dresden/Leipzig nur richtig mit Gegrunze funktioniert, Abzüge in der B-Note brachte. Trotz dieses Mankos feierte das proppenvolle Auditorium die Jungs regelrecht ab, womit man Deathrite einen gelungenen Auftritt attestieren kann.

Dennoch war bereits weit vor dem eigentlichen Ringelpietz anhand der Shirtdichte klar zu erkennen, dass die Leute neben Mantar auch und gerade wegen Deserted Fear den Weg nach Kreuzberg fanden und gleich bei den ersten Tönen von „The fall of leaden skies“ komplett steil gingen. Kein Wunder, ist die Truppe doch von Album zu Album gewachsen und schon lange kein Geheimtip mehr, sondern mit weitem Abstand die beste Todesblei Bands Germaniens.
Was Simon Mengs an den Kesseln vollführt, ist einen 60-Minuten Workout mit The Rock gleichzusetzen, das Gepose von Manuel Glatter und Fabien Hildebrandt ist eines Stanley/Freyley würdig, wobei sich allerdings bei mir die Frage stellte, aus welchem Material denn die Buchse des Frontmannes geschaffen ist, denn so breitbeinig wie Manuel die DF Songs darbot glich es einem Wunder, das die Nähte hielten. Vor der Bühne und auch im hinteren Teil des Saals ließ Deserted Fear vollkommen zurecht nach jeden Song hochleben und wünschte sich nach Beendigung des Gigs sehnlichst, dass der Gig noch länger hätte dauern können. Wir sehen uns beim Protzen!

Bereits während des Bühnenumbaus wurde es unruhig im nun pickepacke vollen Innenraum und als Hanno und Erinc dann loslegten, gab es kein Halten mehr. Es wurde gebangt, gemosht, Pits drehten ihre Runden und es war erneut eine Augenweide, wie Mantar ihre Zuhörerschaft fast magisch in den Bann zogen. Bei Songs wie „Cross the cross“ oder „Praise the plague“ auch kein Wunder, denn wer bei solchen Giftpfeilen noch ruhig auf seinem Platz verweilt, hat den Sinn an diesem Abend nicht verstanden. Wenige Ansagen, ganz viel Musik und zwei Vollblut Recken, die sich komplett verausgabten und mehr als eindrucksvoll ihren derzeitig in der Chamions League der deutschen Hartwurstszene angesiedelten Status untermauerten. Der Sound war brillant, die Bühne lediglich mit zwei Kerzenhaltern dekoriert und die Stimmung uferte komplett aus und als bei „Era borealis“ alle mitbrüllten, war Pelle vorprommiert. Mantar sind KUNST! Das ist nicht nur Musik, sondern eine klare Ansage, eine Lebenseinstellung, die vielen Leuten Freude bereitet. So wie auch mir….Ganz großer Abend!!!!

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