CALLEJON | ANNISOKAY | VITJA

21.02.2015 – Berlin @ Huxley’s

Merke: Zukünftig nichts mehr so kurz vor einem Konzert Essen gehen! Da machte sich Müdigkeit breit und wenn nicht das mehr als interessante Interview mit Kotze und Kotsche von den an diesem Abend als Hauptprotagonisten fungierenden Callejon gewesen (später auf unserer Seite zu bewundern)…ich wäre im Stehen eingepennt. Was macht man also dagegen? Bier! Hilft immer, auch wenn es leider erneut lediglich die als „Berliner Pilsner“ getarnte Rotzplörre zu konsumieren gab…wurscht…im weiteren Verlaufe des Abends konnte man froh sein, überhaupt etwas zum Betäuben gefunden zu haben.

Ausverkauft war nicht, gut gefüllt auf jeden Fall und glücklicherweise kamen Jette und ich als Erstes rein, so dass die Jackenabgabe und der obligatorische Besuch beim Merchstand nicht zu einem Geduldspiel ausartete. Gute Plätze direkt an der Bar gesichert, Pils bestellt und Feuer frei!

Als erste Opener des Abends fungierten die Münsteraner von Vitja, die ich mit ihrem 2013er Album „Echoes“ schon in recht schlechter Erinnerung hatte, was die Band live auch voll bestätigte. Klar war der Sound im Huxley’s wie so oft weit jenseits der Schmerzgrenze, doch diese undefinierbare Anhäufung von Tönen die von der Bühne herüber waberten, war zu keinem Zeitpunkt erträglich und förderte meinen Drang, das hier Dargebotene mit alkoholhaltigen Erfrischungsgetränken sofort vergessen zu machen. Ehrlich, ich versuche immer irgendwie und irgendwo einem Auftritt etwas Positives abzugewinnen, doch hier war das einzige Positive der Umstand, dass die Band nach 30 gespielten (grob geschätzt) und 120 gefühlten Minuten endlich die Bühne räumte. Der Witz war echt, dass es für diesen akustischen Dünnpfiff auch noch vereinzelten Applaus gab und ein Bekannter sogar danach in höchsten Tönen von diesem Schund schwärmte. Der mit weitem Abstand schlechteste Gig, den ich seit Jahren gesehen, geschweige denn gehört habe!

Nur gut, dass die Hallenser von Annisokay da ein anderes Kaliber sind und live schon des Öfteren überzeugen konnten. So auch heute und auch wenn auch hier die Jungs unter einem furchtbaren Soundbrei zu leiden hatten überzeugten sie mich mit einer energiegeladenen Performance, heimsten aber aus unerklärlichen Gründen weniger Applaus ein, als die akustische Flatulenz vor ihnen. Es gab sogar Songs vom bald erscheinenden neuen Album „Enigmatic smile“, welches der breiten Öffentlichkeit am 20.03.2015 vorgestellt werden wird und die in keiner Weise den großartigen Songs ihres Debüts „The lucid dream[er]“ nachstehen. Ok, die Performance war vielleicht etwas hölzern aber ansonsten gab es nicht viel zu bemängeln. Kann so weitergehen.

Nun merkte man aber doch die Spannung und als der weiße Vorhang endlich fiel und die Düsseldorfer mit dem Titeltrack ihres aktuellen Albums einstiegen, ging das Huxley’s komplett steil. Komischerweise war hier nun der Sound fett, differenziert und glasklar, was natürlich dem energetischen Sound von Callejon zur Ehre reichte. Das Bühnenbild war großartig…schlicht aber dennoch wuchtig mit seinen Stahlkäfigen und den darin befindlichen Lichtstrahlern und unterstrich die großartige Performance der Jungs. Gleich als Drittes gab es dann das Cover „Schwule Mädchen“, welches live immer noch besser klingt als das Original von Fettes Brot und die Halle zum Hüpfen brachte. Doch Coverversionen haben Callejon schon lange nicht mehr nötig, denn Songs wie „Dunkelherz“, „Krankheit Mensch“, das grandiose „Veni vidi vici“ oder natürlich „Unter Tage“, welches erneut Gänsepelle verursachte, stehen für sich selbst und sind schon jetzt Gassenhauer. Richtig brillant war die akustische Version von „Kind im Nebel“, die echt unter die Haut ging und man sah vereinzelt Pippi im Auge einiger Anwesender erkennen konnte. Nach knapp 75 Minuten war dann mit „Porn from spain 2“ endgültig Schluss und ich ging in der Gewissheit nach Hause, heute ein echt starkes Konzert miterlebt zu haben.

Setlist:
Trauma (Intro)
Wir sind Angst
1000 PS
Schwule Mädchen
Dieses Lied macht betroffen
Lass mich gehen!
Dunkelherz
Porn from spain
Ich lehne leidenschaftlich ab
Veni, vidi, vici
Drum Solo
Sommer, Liebe, Kokain
Krankheit Mensch
Kind im Nebel (Acoustic version)
Schrei nach Liebe
Unter Tage
Blitzkreuz
Snake mountain
Porm from spain 2

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