VENOM | VADER | DIVINE CHAOS

07.10.2015 - Berlin @ K17

Eines der mächtigsten Black Metal Urgesteine, basierend auf den ehemaligen Gründungsmitgliedern der Band Venom, beehrte am 7.10.15 die Bühne des K17 Clubs. Jawohl, die Rede ist von VenomInc., bestehend aus Gitarrist Jeff ,,Mantas“ Dunn, Schlagzeuger Anthony ,,Abbadon“ Bray und Bassist Tony ,,Demolition Man“ Dolan, die momentan auf Tour über den Globus pesen. Zu den letzten Deutschland Gigs zählten Auftritte wie beim Keep itTrue und der Garage in Saarbrücken und nun kamen sie auch mal bei uns vorbeigeschneit und polierten uns die Rübe mit alten Venom-Klassikern.

Im Vorband -Gepäck waren die Knallerbands Divine Chaos und Vader eingeplant, die im Vorprogramm antreten dürften, um der Trinität des Teufels mit Tatkraft zur Seite zu stehen. Frage des Abends war bei denen die Venom Inc. noch nicht gesehen haben nur noch, ob die alten Hasen die Venomanie um die legendäre Cronos-Band, auch ohne Cronos, beibehalten konnten. Große Zweifel traten bei Gesprächen mit Leuten, die bereits sehnsüchtig vor dem K17 warteten nicht auf, aber dafür grübelten so einige, ob die alten Klassiker wirklich wie erwartet so deftig von der Bühne geschossen kommen, wie man es von den ersten Gigs dieser Gründungsväter gewohnt war. Dies war Anlass für mich mit lauter Venomgeilen Fans direkt an der Bühne zu kleben, jedenfalls hatte man sich das geschworen, sobald unsere Satansbraten direkt auf die Bühne stürmten. Das Publikum war gut durchmischt, wobei der Großteil, wen wunderts, aus Altrockern und Kuttenträgern bestand, welche die vollkommen verwaschenen, 1000 Jahre alten Venom-Shirts aufblitzen ließen. Nur hier und da traten so ein paar skurile Gestalten auf, denen man zugetraut hatte sich enorm verlaufen zu haben, genau diese waren erschreckenderweise diejenigen, die als erste den Merch-Stand belagerten. Nachdem ich mir eine flotte Kaltschale zu Gemüte fuhr, konnte es auch schon losgehen.

Zunächst wurden erst einmal Divine Chaos auf die Bühne gebeten, die mit ihrem Thrash Metal das Publikum anheizen sollten, was ihnen auch nicht schlecht gelang. Benny (voc) nölte ordentlich durchs Rohr und seine Mitstreiter kämpften sauber an den Instrumenten. Es wurden Songs vom 2014er Album ,,A new Dawn in the Age of War“ gespielt und Songs wie ,,Last Confession“ oder ,,Death Toll Rising“ brachten das bis dato noch etwas scheue Publikum ein Stück weit näher an die Bühne ran. Nach einer kurzen Umbaupause und flotten Gesprächen am Würstchenstand mussten unsere Thrasher aus London Platz machen für Vader.

Unsere polnischen Death Metal Musikanten ließen sich auch nicht lange bitten und ließen im K17 mal so richtig die Sau raus. Vader sind dafür bekannt immer einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und spielten ein bombiges Gemisch von den alten 80er Scheiben bis hin zu den beiden neuen Compilations von 2015 Geneza ChaosuMCML XXXIII-MCMXC und Live in Necro Reich. Unter dem Publikum merkte man sofort, wer eingefleischter Vader Fan war, denn ein paar Tanzwütige hatten sich bereits vor der Bühne versammelt. Das Rumgehampel einiger Fans brachte mir den einen oder anderen Schmunzler ins Gesicht, aber das fegte meine Nervosität auf Venom Inc. keineswegs weg.

Nach einer weiteren Umbaupause und ein paar kalten Pilsetten und einem kurzen aber merkwürdigen Gespräch mit einem ziemlich verwirrten EMP Rocker, beschloss ich mir ein feines Plätzchen vor der Bühne zu sichern. Die Spannung stieg ins Unermessliche. Das Licht ging aus und vor der Bühne wurde es ziemlich eng. Man merkte sofort, dass die Venom Fans mehr als bereit für den Auftritt dieser lebenden Legenden waren, denn sobald die drei die Bühne betraten gabs erst einmal ein heftiges Begrüßungsgewitter. Als Jeff die Gitarre, Tony den Bass und Anthony am Schlagwerk in den ersten Tönen anspielten, war sofort klar, welcher Song als Einstürmer gespielt wurde …,,Prime Evil“ …und das Publikum zeigte sich äußerst erfreut und gab gemeinschaftlich eine gepfefferte Gesangseinlage zum Besten. Zu weiteren Songs gehörten natürlich ,,Die Hard“, und vor allem ,,Don´t burn the witch“ wobei Jeff und Tony hart in die Saiten griffen und Anthony die Drum- Felle klöppelte und das Publikum jedes Mal dazu verleiteten lautstark mitzugröhlen. Es gab ein herrliches Getöse auf und vor der Bühne sodass man meinen könnte, die Fans haben Song Nr. 7 auf der Setlist ,,1000 DAYS IN SODOM“ etwas zu wörtlich genommen, denn das K17 verwandelte sich kurzerhand in ,,One Night in Sodom und Gomorra“. Die Meute vor der Stage feierte als gäbe es kein Morgen und schwingende Matten gehörten selbstverständlich dazu.

Mit den folgenden Songs wie ,,Warhead“ und ,,7 Gates of Hell“ tat sich leibhaftig die Hölle auf in der mittlerweile vollkommen verschwitzten Bude. Mit dem Track ,,,Bloodlust“ spielten sich Tony ,,,Demolition Man“ und Jeff ,,,Mantas“ nicht nur die Seele aus dem Leibe, sondern gaben ihren letzten Tropfen Herzblut für diesen alten Venom-Klassiker. Den letzten Hit auf der Pfanne, der das Bühnenprogramm zum Ende brachte war ,,S.O.S.“ und die Fans waren noch so im Fieber dieses grandiosen Abends, dass sie keine Ruhe gaben und nach Zugaben schrien, als wäre es das letzte was sie täten. Es war nicht außer Acht gelassen worden, dass da noch ein paar alte, ziemlich düstere aber vor allem prägnante Songs für ein Konzert dieser Krachercombo fehlte, sodass die Fans anfingen ihre Lieblingssongs auf die Bühne zu schreien und diese alsbald lautstark einforderten. Unter diesen waren, wie sollte es auch anders sein, ,,Black Metal“ und ,,Countess Bathory“. Und wieder wurde es dunkel und ein düsteres Raunen zog durch die alten Gemäuer des K17 Clubs….und die alten Herren stürmten wieder auf die Bühne zurück. Der erste Zugaben-Hit war ,,Welcome to hell“ und das Publikum tobte und feierte drauf los wie wild und man konnte wahrlich behaupten, dass sich an diesem Abend zum zweiten Male die Hölle auftat. Aber mit ,,Black Metal“ entbrannte ein wahrer Feuersturm und die mittlerweile tosende und pogende Meute rastete nun völlig aus, weil bereits beim Anspielen des Basses und der Gitarre klar war, das es sich nur um diesen einen absoluten Hammer-Hit handeln konnte und so grölte das Publikum gemeinschaftlich die erste Zeile des Songs…,,Black is the night, Metal we fight“ . Die Wildlinge vor der Bühne waren also so Textsicher, wie man es von wahren Fans erwartet hatte und die alten Herren zeigten sich äußerst gerührt über soviel Fantreue. Man muss an dieser Stelle auch nochmal betonen, dass Tony die Songs mit seiner kräftigen, rauchigen Stimme so dermaßen gut rüberbrachte, dass man meinen konnte, das Cronos persönlich im K17 stand und durchs Mikro rotzte. Nicht außer acht lassen konnte man natürlich den Bass, der so herrlich geschreddert wurde und für die Venom- Band immer das entscheidenste Instrument im Gesamtpaket der Venom Klassiker war. Aber auch Gitarrist Jeff ,,Mantas“ beherrschte sein Instrument wie kein Zweiter und brillierte den gesamten Abend mit 1 A Gitarrenriffs und Gesangseinlagen, sodass es ein wahrer Genuss war, die Original Venom Klassiker live zu erleben.

Mit der letzten Zugabe ,,Countess Bathory“ gab uns Venom Inc. den letzten Gnadenstoß und fegte uns komplett die Matten vom Schädel. Resümee des Abends: Die alten Herren verstehen ihr Handwerk immer noch und der Zahn der Zeit hat kein bisschen an Ihren musikalischen Künsten genagt. Es war einfach atemberaubend und zugleich majestätisch die Klassiker live zu erleben und das auch noch von den Meistern höchst persönlich. Maniacs! Ich sage euch, es war mit Abstand eines der besten Konzerte diesen Jahres, jedenfalls für mich. In diesem Sinne: ,, Lay down your soul to the gods rock `n' roll” Black Metal !!!!

Prime Evil
Die Hard
Don´t burn the Witch
Live like an Angel
Buried Alive
Raise the Dead
1000 Days in Sodom
Warhead
Schitzo
7 Gates of Hell
In Nomine
Bloodlust
S.O.S.


Zugaben:
Welcome to Hell
Black Metal
Countess Bathory

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