BÖLZER | ASCENSION | VASSAFOR | DYSANGELIUM

01.03.2015 - Berlin @ K17

Pünktlich zum Monatsanfang gab sich ein Black Metallisches Package im K17 die Ehre, das Schwarzmetallfetischisten in Scharen in das gut gefüllte Berliner K17 lockte.

Aufgrund eines elenden Staus verpasste ich die Kieler Dysangelium, die den Start des Black Metal-Reigens bildeten und ordentlich abräumten bei dem gut aufgelegten Berliner Publikum. Die aus Auckland stammenden Vassafor brachten ebenso ordentlich Stimmung ins Rund und konnten wenn nicht mit einem agilen Stageacting so aber mit abwechslungsreichem Songmaterial punkten. Eine Mischung aus räudigem Black Metal und gediegenen Midtempo-Parts und tonnenweise Atmosphäre. So wünscht man sich frischen Black Metal, der über Credibility und Authentizität verfügt. Die ersten Reihen gingen Steil und feierten von der ersten Note an die Band bestens ab. Verdienterweise, denn oftmals zeigt sich das Berliner Publikum ja doch eher hüftsteif und verhalten, aber im Falle von Vassafor wurde gebangt und gemosht, was das Zeug hielt. Auch wenn jetzt nicht der gesamte Saal tobte, so sprach der Applaus doch eine eindeutige Sprache. Oh ja, das machte Spaß, denn es wurde noch besser.

Denn nun war es für die deutschen Ascension an der Reihe, mich von der Qualität ihres famosen aktuellen Longplayers auch live zu überzeugen. Und ja, sie taten es und wie! Dafür dass das Quartett erst seit 2010 ihrem okkulten Black Metal frönt, haben die Herren und die Dame unglaublich viel erreicht. Qualität setzt sich durch. Und qualitativ hochwertig ist hier Alles: das Stageacting des Fronters ist so schön theatralisch und dramatisch, dass das Zusehen wahre Freude bereitet. Dazu ein Gitarrist, der nicht nur über jeden Zweifel erhaben spielt, sondern sich die Seele aus dem teuflischen Leib shreddet. Geil! Die Songs sind live einfach eine Wucht! Kein Wunder, dass die Band in aller Munde ist und alle im K17 auf ihre Seite ziehen konnte. Ein kurzweiliges Set, das auch klanglich bestens ankam und optisch nix zu wünschen übrig ließ. Immer wieder gerne!

Nun war es Zeit für die ultimative Abrissbirne des Abends. Die Züricher Jungs sind das Duo Infernale des räudigen Black Metal schlechthin. Immerhin treten die im Gegensatz zu vielen Black Metal Duos auch live auf. Und wie! Die Routine und die Erfahrung merkt man den beiden Hünen auch sofort an. Kein Schnickschnack, sondern vom ersten Ton an voll auf die Zwölf. Die Lemmyeske Mikroständereinstellung und das Gebahren von Frontmann KzR sind schon mal 10 Punkte auf der Richterskala. Schön ist, dass Bölzer den Abwechslungsreichtum des Abends um einiges bereichern, den ihr Old School Brett ist Party und Moshpit-Action pur und zeigt die Vielfalt des Black Metals und dass es sich lohnt hartnäckig einen eigenen Weg in diesem überlaufenen Business zu gehen. Ein toller Abend findet so ein gelungenes Ende. Ein feuchter Traum für jeden Black Metal Fan!

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