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Live on Stage-Report: JUDAS PRIEST

31.05.2022 - Berlin @ Huxleys



36 Stunden ist es her, als ich etwas erlebte, was ich so nicht mehr für möglich gehalten hatte. Eine Überraschung? Mitnichten, dennoch für mich persönlich durchaus, denn ich bin seit 1983 auf Konzerten, habe mindestens 3.000 Events miterleben und dabei viele Highlights sehen dürfen. Und natürlich bildet man sich da über Jahre hinweg eine Hitliste der besten Konzerte aller Zeiten. Tja…und genau diese wurde heute komplett durcheinandergebracht…doch der Reihe nach.

Als im April die Meldung durchsickerte, dass Judas Priest…ja DIE JUDAS PRIEST…zum Re-Start ihrer „50 Heavy Metal Years“ Tour einen besonderen Gig in der Hauptstadt spielen würden konnte ich noch nicht ahnen, was dies bedeuten solle, doch plötzlich…HUXLEYS! Ein verdammter Clubgig mit der wohl wichtigsten Heavy Metal Band der Geschichte. Sollte ich da noch Tickets für bekommen? 10 Minuten später war klar: Ich habe am 31.05.2022 ein intimes Date mit der Band, deren Musik fest in meiner DNA verankert ist, die ich mit der Muttermilch aufgenommen habe und die ein Jahr länger im Business unterwegs ist als ich auf dieser Erde wandle.

Ja, die Erwartungshaltung war groß, enorm groß sogar und die bereits vorher bekannte Setlist spielte dieser noch in die Karten. Doch meist schwebt bei solch einer immensen Vorfreude immer das Damokles Schwert der Enttäuschung über den Häuptern der Fans und natürlich auch über meinem, doch als ich gegen 22:45 Uhr nach Beendigung dieses unfassbaren Auftritts laut „PRIIIIIEEEEESSSTTT“ brüllend beim Späti mein inzwischen zehntes Bier in mich reinkippte war mir klar: Es war sogar noch besser als erwartet! Es war LEGENDÄR!!!

Natürlich war die Halle restlos ausverkauft und die 1.600 Leute müssen sich für die britische Legende angefühlt haben, wie als wenn Band XY in einem stickigen Club vor 100 Nasen performen. Doch von Arroganz, Überheblichkeit oder gar aufgesetztem Rockstar-Gehabe waren Priest so weit entfernt, wie Roland Emmerich von einem Oscar für die beste Regie. Und somit schwappte die erste Euphoriewelle beim bärenstarken Opener „One shot at glory“ durch die Halle, die selbst beim live hervorragend mundenden „Lightning strikes“ nicht abebbte.

Wer Priest kennt oder auch schon einmal live gesehen hat weiß, dass hier immer eine dicke Eier Show aufgefahren wird. Und heute? Nichts dergleichen! Jeans, Shirts, keinerlei Nieten, keine große Lichtshow, eine Harley oder sonstiges Chichi, sondern nur die Band, die Songs und das Publikum. Leute, mir stand gleich zu Beginn das Wasser in den Augen. Das Schöne an der ganzen Geschichte? Man merkte der Band ebenfalls an, wie speziell dieser Gig für sie war. Selbst Basser Ian Hill, sonst mit einem Bewegungsradius, der maximal der Hälfte eines Bierdeckels entspricht, bewegte sich. ER BEWEGTE SICH!!!! Unfassbar!

Das Gitarrenduo Faulkner/Sneap war in absoluter Spiellaune, Scott Travis so timingsicher wie eine Atomuhr und Rob Halford…was soll man sagen. Natürlich trifft er die hohen Screams nicht immer, doch an diesem Abend kamen viele Passagen so rüber, als wäre der Gute Anfang, Mitte Vierzig…dabei zählt er nunmehr auch 71 Lenze. Ich möchte einen von Euch mal in diesem Alter „Painkiller“ schreien hören, dann können wir weiter diskutieren.

Jeder verdammte Klassiker bekam seinen Raum, jeder Song wurde mitgesungen und ja, meine Gänsehaut bestand von Anfang bis Ende. Man traute sich fast gar nicht auf das Abort, da man ja irgendetwas verpassen konnte. Der Sound war fett, aber ehrlich gesagt wäre mir das Gegenteil auch kackegal gewesen, denn ich war in meinem Leben dieser Götterband noch nie so nah und werde es in diesem Leben auch nicht mehr sein.

Natürlich wurde dem wohl besten Album „Painkiller“ der meiste Platz eingeräumt, doch meine Favoriten waren, sind und werden immer „Victim of changes“, „Turbo Lover“ und vor allem „Blood red skies“ sein, bei dem ich allen Emotionen freien Lauf ließ und heulte, wie ein Schlosshund. Die Setlist war nahezu perfekt, wobei ich vielleicht ein, zwei andere Songs ausgewählt hätte, doch der Bandbiografie wurde bestens gehuldigt und wirklich Niemand dürfte sich nach diesem Auftritt ernsthaft beschwert haben.

Ja, es wird das letzte Mal gewesen sein, dass ich Judas Priest live sehen durfte. Alleine dieser eine Satz tut irgendwie weh, doch wenn man so wie ich und 1.599 anderer Leute diesen Abend erleben durfte, wird ein eventuell aufkommender Abschiedsschmerz zu verkraften sein. Priest in diesem Format, in dieser Location, mit dieser Attitüde, dieser Leidenschaft, dieser immer währenden Musik und dem sichtbar zu erkennenden Spaß…nein, das kann mir und uns allen niemand mehr nehmen. Und ja, ich bin stolz und glücklich darüber, diesem…dem BESTEN KONZERT EVER…beigewohnt zu haben. Dieses Erlebnis werde ich den Rest meines Lebens im Herzen bewahren.

Richie Faulkner äußerte sich auf den sozialen Netzwerken tags darauf auch noch und bestätigte die Meinung Aller, die an diesem legendären und unvergesslichen Abend zugegen waren:

„Last night in Berlin was glorious and something I’ve never done with the band before.

No leather, no studs. No screens, no motorbike. No massive light show or inflatable Birmingham bull. Exposed speakers, just jeans, t-shirts, a small club and it was all purely about the music. All of us together and the raw power of the music.

It was truly a great experience and one I’d love to do again sometime. It’s great when you strip it all back to what it’s all about, the music and the people of our great heavy metal community. Thank you all for making it such a special night.“


Dem ist absolut nichts hinzuzufügen!

One shot at glory
Lightning strikes
You’ve got another thing coming
Freewheel brning
Turbo lover
Hell patrol
The sentinel
A touch of evil
Rocka rolla
Victim of changes
Desert plains
Blood red skies
The green manalishi (With the two pronged crown)
Diamonds and rust
Painkiller
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The hellion / Electric eye
Hell bent for leather
Breaking the law
Living after midnight




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