Schwarz ist die Nacht…und granatenstark! Auf den erste drei Plätzen im August tummeln sich Vertreter der extremen Spielweise, wobei Wolves in the throne Room unsere redaktionsinterne Abstimmung souverän für sich entscheiden konnten. Auch Nunslaughter konnten mit ihrem viel erwarteten neuen Scheibchen mächtig überzeugen und obwohl Patty lediglich 8,4 Punkte für Thyrfing vergab, schafften es die Schweden mit ihrem Comeback Album auf Anhieb aufs Treppchen.

Ein kleines Novum haben in diesem auch, denn beim Review von Jinjers neuestem Werk schieden sich extremst die Geister, womit wir mal wieder eine Plus/Minus Kritik raushauen mussten, bei der sich Karsten mit unserem Chef Olaf duellierte, wobei das Ergebnis durchaus als Unentschieden zu werten ist. Der eine mag’s halt, der andere weniger…

Aber auch sonst war der August nicht ganz so schwach wie seine Kollegen vorher und bescherte uns mit Killing einen fantastischen Newcomer, mit Warkings eine echte Überraschung und auch sonst gab es wieder einmal einen bunt zusammengewürfelten Haufen an gitarrenorientierter Unterhaltungsmusik, der sämtliche Vorlieben abdecken sollte. Dennoch freuen wir uns intern schon auf den September, da…aber darüber sprechen wir im nächsten Monat. Raise your horns!


TOP 15 - AUGUST 2021



WOLVES IN THE THRONE ROOM – Primordial Arcana (2021)

10 von 10 Punkten

Schon lange begeistern mich die Alben der Weaver Brüder wie kaum einer anderen Band, das kann ich nicht leugnen. Stets stecken sie voller Überraschungen und Wendungen, voller Kraft und Melancholie und wissen zu verzaubern. Das ändert sich auch mit „Primordial Arcana“ nicht.


THYRFING – Vanagandr (2021)

8,4 von 10 Punkten

Wo THYRFING draufsteht, ist auch THYRFING drin. Die Schweden schaffen eine herrliche Atmosphäre, epische Hymnen und zeigen selbst nach acht Jahren Abstinenz keine Scheu und liefern ein gelungenes Album ab, in dem auch die Soundqualität deutlich besser geworden ist als auf den Vorgängeralben. Musik an und ab aufs Schlachtfeld mit euch!


NUNSLAUGHTER – Red is the color of ripping death (2021)

9,5 von 10 Punkten

Im Bereich schwarz angehauchtem Thrash Metal führt in diesem Jahr absolut kein Weg an „Red is the color of ripping death“ vorbei und auch in meiner Erinnerungsliste zum kommenden Jahrespoll ist dieses Höllenteil bereits verewigt. Nunslaughter haben in meinen Augen einen absoluten Genreklassiker eingeprügelt, der selbst dann gut funktioniert, wenn die vier Satansbraten auch mal ein wenig den Schlappen vom Gaspedel nehmen. Knüppelhart, brutal, mitreißend, GEIL!!!!!


BEST OF THE REST


NINGEN ISU – Kuraku (2021)

9,5 von 10 Punkten

„Kuraku“ ist trotz all dem Lob wahrscheinlich dennoch noch nicht das beste NINGEN ISU-Album, aber bei einer so gewaltigen Diskografie gibt es ja auch viel Konkurrenz. Trotzdem ist es easy eines der besten Alben, die ich in diesem Jahr gehört habe und jeder Freund der alten Schule schuldet es sich selbst, diese Band zu kennen und ein paar ihrer Platten zu besitzen. Dabei sollten auch teure Importgebühren aus Japan nicht abschrecken.

JINJER – Wallflowers (2021)

9,5 (+) | 4,5 (-) von 10 Punkten

Dieses Album wird für JINJER ein wichtiger Meilenstein sein, der diese scheinbar unaufhaltsame Ausnahmeband nicht nur einen Schritt sondern weit nach vorn katapultieren wird. Qualitativ ist das Quartett mittlerweile in einer Liga mit GOJIRA, MESHUGGAH und MASTODON angekommen.

INFEX – Burning In Exile (2021)

9,0 von 10 Punkten

Insgesamt bohnern die Knaben ganz fette Riffs aufs Parkett, und dürften damit jeden Moshpit zum Überkochen bringen. Der Hardcore-Gesang klingt teilweise etwas gleichförmig, aber das wird durch die treibenden Riffs, die einem eigentlich kaum mal eine Pause gönnen, bei weitem wieder wettgemacht. Hier brennt tatsächlich die ganze Zeit der Busch

WORMWOOD – Arkivet (2021)

9,0 von 10 Punkten

Ausnahmslos Jedem, der etwas mit melodischem Black / Death Metal anfangen kann, dem sein musikalischer Cocktail ab und an auch mal ein wenig schwermütig und traurig daherkommen darf, dem sei dieses Album sehr ans Herz gelegt. Ich habe solch ein starkes Meisterstück mitnichten erwartet. Chapeau!

SEPULTURA – Sepulquarta (2021)

9,0 von 10 Punkten

Die Liste der Gastmusiker kann sich auf jeden Fall sehen lassen! So illustre Namen wie Dave Ellefson, Scott Ian, Danko Jones, Alex Skolnick oder Devin Townsend um nur einige zu nennen tragen einen fantastischen Anteil zum Gelingen des Projektes bei. Die Songauswahl ist auch nicht unbedingt die schlechteste und bietet einen bunten Querschnitt durch die Schaffensgeschichte der Band.

RIVERS ABLAZE – Devoid Dying Sun (2021)

9,0 von 10 Punkten

RIVERS ABLAZE haben es geschafft, eine Musik zu kreieren, die einerseits komplex und verworren wirkt, andererseits aber absolut Sinn ergibt. Diese Mischung aus verträumten Melodien, sinfonisch wirkenden Parts und ziemlich harten Riffs sowie progressivem Gefrickel ist einfach nur abgefahren. Mir ist Derartiges auch noch nicht über den Weg gelaufen, deshalb kann ich hier auch keine Vergleichsbands anführen. Und das muss eine Band erst einmal schaffen.

SUN OF THE SUNS – Tiit (2021)

8,8 von 10 Punkten

Die Musik von SUN OF THE SUNS ist äußerst komplex, teilweise extrem brutal, dann wieder melodisch einschmeichelnd. Mir persönlich ist es etwas zu modern, aber wer auf die härtere Fraktion der technisch modernen Todesmetallmusik abfährt, wird an diesem Album sicher Freude haben, denn man kann sicher sein, bei jedem Durchlauf neue Facetten zu erkennen.

TRANCE – Metal Forces (2021)

8,8 von 10 Punkten

Nun, da sich die Musik sowohl von den Kompositionen als auch vom Feeling her ausschließlich in traditionellen Bahnen abspielt, moderne Einflüsse so gut wie völlig fehlen, wirkt „Metal Forces“ dann doch irgendwie wie aus der Zeit gefallen, und dürfte Anhängern moderner Sounds vielleicht ein wenig altbacken erscheinen, während die älteren Semester wohl eher nostalgische Gefühle entwickeln.

OBSCURITY - Skogarmaors (2021)

8,7 von 10 Punkten

Vielleicht merkt Ihr es schon anhand meiner Worte, dass die bergischen Löwen auf „Skogarmaors“ exakt den Abwechslungsreichtum walten lassen, der für mich unabdingbar ist. Obscurity haben nichts verlernt, im Gegenteil! Sie haben ihr vorhandenes Wissen und ihre Fähigkeiten in die Waagschale geworfen und eines ihrer stärksten Alben überhaupt veröffentlicht. Mach Spaß, bringt Laune und das Methorn füllt sich fast von alleine.

DAEMONICUS - Eschaton (2021)

8,4 von 10 Punkten

Daemonicus haben echte Ohrwürmer im Petto wie das rasende „You know my name“, das sakral unterlegte „The grand inquisitor“ oder das herrlich groovende „Heretic trails“, die allesamt ohne Umwege in meine 21er Playlist Einzug hielten und schon öfter zum Einsatz kamen. Nee, „Eschaton“ ist verdammt stark und bietet Death Metal, wie er sein muss und sollte.

EX DEO – The thirteen years of Nero (2021)

8,0 von 10 Punkten

Ex Deo bieten einen exorbitant reichhaltigen Mix an harten Riffs, kleinen, klitzekleinen orchestralen Einlagen (die sich nicht wie früher negativ auf die Gesamtnote auswirken), brezeln ordentlich über die sieben Hügel du legen dabei eine nackenverdrehende Härte an den Tag, dass Romuls und Remus vor Schreck die Wolfszitze aus dem Mund rutschen würde, hätte es vor 2.774 Jahren bereits Heavy Metal gegeben.

CRIMSON FIRE – Another dimension (2021)

8,0 von 10 Punkten

Crimson Fire sind nicht originell, eigenständig oder gar innovativ. Vielmehr greifen sie sich viele Elemente anderer, weitaus größerer Bands aus der Kiste, vermengen diese zu einem mehr als wohlschmeckenden Gericht und machen von Anfang bis Ende Spaß. “Another Dimension” ist eine tiefe Verbeugung an alte Tage, die leider vergangen sind, durch diese Scheibe aber eine Auferstehung feiern.


HOT OF THE MONTH


KILLING – Face the madness (2021)

9,0 von 10 Punkten

Hier gibt es einfach punktuell was aufs Maul, ohne dabei nach links oder rechts zu schauen. Mal rasend, mal etwas schleppender und mit arschvielen Moshparts ausgestattet ist “Face the madness” eine in Polycarbonat gemeißelte Verbeugung vor meiner bis heute absoluten Lieblingsmucke.


PREMIUM CD TIP


WARKINGS - Revolution (2021)

9,0 von 10 Punkten

Es ist eine Schande, dass sich gestandene und großartige Musiker maskieren, mit Pseudonymen versehen und mit Fell behängen müssen, um Aufmerksamkeit zu bekomm,  um in gewissen Maßen erfolgreich zu sein. Was soll die Scheiße? Und vor allem…wie müssen sich diese Dudes fühlen, wenn die Mucke, die man seit Jahren macht, erst dann etwas Asche in die Taschen spült, wenn man rumläuft als wie auf dem Karnevalsball Oer-Erkenschwick?


WASTE OF THE MONTH


DISKORD - Degenerations (2021)

2,0 von 10 Punkten

... komplett zusammenhangloses Geschraddel mit Kuhglocke. Ja, richtig gelesen, denn neben wirren Jazz Einlagen, einen merkwürdig krächzenden Gesang und einer 4-Spur Grundig Kassettenrecorder Produktion kommt die Cowbell so dermaßen inflationär zum Einsatz das man denken könnte, diese vollkommen überflüssige Combo käme aus den Alpen und gibt Milch.


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