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Live on Stage Report: GRAVE DIGGER | MYSTIC PROPHECY | CELLAR STONE

16.01.2023 - Berlin @ Hole 44



KNIGHTS & RIOTS TOUR 23


Das erste Konzert des neuen Jahres und dann gleich mit zwei teutonischen Urgesteinen, deren Tour nunmehr zweieinhalb Jahre auf sich warten ließ und nun endlich ihren Abschluss finden sollte. Dazu noch in meinem Berliner Lieblingslocation. Was sollte da schiefgehen?

Ok, ein Montag ist immer ein wenig suboptimal, was die anfänglich etwas rar gesäte Schar an Metal begeistertem Publikum bewies, doch sollte sich für die bereits gut in Stimmung befindlichen Fans die frühe Anreise lohnen, denn mit den Griechen von Cellar Stone stand gegen halb Acht ein verdammt starker Opener auf der Speiskarte, der mit seinem proggig angehauchten Metal, viel Kuhglocke und ein wenig Hammond Einsatz die Leute verdammt gut einheizte.

Ein starker Sound, mächtig groovend und mit "Mob rules" eine überaus stark präsentierte Coverversion machten tatsächlich Bock auf mehr und ich bin durchaus nicht abgeneigt, nur die Truppe bei nächster Gelegenheit nochmal anzutun. Ja, man war angenehm angeheizt und so soll das sein.

Somit fanden Mystic Prophecy eine gut gelaunte Meute vor, denn nunmehr war auch recht voll und somit konnten die Power Metaller ihre Hymnen ohne Umschweife ins Publikum schmettern. Ein kleiner Sing-a-long bei "Killhammer", starkes Stageacting und zu jedem Zeitpunkt die Erkenntnis, dass die Truppe aus dem Allgäu mächtig Bock hatte. Lia ist einfach eine unfassbare Rampensau, die es bis in die Fußspitzen genießt, endlich wieder auf der Bühne zu stehen, was sich in die gut gelaunte Menge übertrug.

Richtig geil fand ich, dass sogar ein Song ihrer Coverversion-Scheibe Einzug in die Setlist fand und mit "Shadow on the wall" traf man genau den Geschmack der Leute und wer bis dahin noch nicht überzeugt war, schwang nun ausgelassen das Tanzbein. Das darauffolgende "Dracula" war ebenfalls grandios und spätestens jetzt hatte man alle Metal affinen auf seine Seite gezogen. Ich muss allerdings einen fetten Kritikpunkt anbringen. "Metal Brigade" ist ein starker Finisher, aber wo zur Hölle war "Ravenlord"? Ok, kam als Zugabe und Olaf war zufrieden. Ehrlich, das war genial, wie eigentlich immer. Ich habe Mystic Prophecy noch nie schlecht gesehen und das war bereits unzählige Male. Großartiger Auftritt!

Mit "Lawbreaker" ging es dann mit den Grab Schauflern los und auch hier merkte man sofort die Lust aufs Spielen nach dieser viel zu langen Pause. "Hell is my purgstory" schloss sich nahtlos an und das alterstechnisch im oberen Drittel angesiedelte Publikum ging verdammt steil. Witzig war, dass Chris Beyer, Gitarrist von Fatal Embrace und Metall kurz vor dem Gig vom Erdboden verschluckt war, der Reaper auf der Bühne erschien und als dieser wieder verschwand Chris wieder auftauchte. Muss man mal beobachten.

Bei "Hangman" wurde natürlich herrlich schief mitgegrölt, wo hingegen bei "Dia de los muertos" die Kuhglocke inflationär zum Einsatz kam. Klasse! Überhaupt machten die alten Männer richtig Spaß, die selber eine Menge Grinser zur Schau stellten und die Rückkehr auf die Bühne sichtlich genossen. Es kamen noch eine ganze Menge Brecher wie „Excalibur“, „Rebellion“ oder „Morgane le Fay“ und natürlich die unverzichtbaren „Yesterday“ und der obligatorische Rausschmeißer „Heavy Metal Breakdown“, eine Setlist also die die Alten und Neuen zufriedengestellt haben müsste.

Grave Digger waren jedenfalls gut bei Laune, ließen die Leute daran teilhaben und zelebrierten das, was wir uns alle am meisten gewünscht hatten: Die Rückkehr des heavy Metal in die Clubs, auf das dies für immer und ewig anhalten mag. Danke für diesen kurzweiligen Abend.


OLAF



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