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Der Teufel kehrt zurück – De Mortem et Diabolum Vol. VIII

08.12.-10.12.2022 - Berlin @ Orwohaus: Unser Vorbericht



Wir schreiben das Jahr 2022, wobei… bald schon 2023. Doch bevor dieses anbricht, wird es noch einmal sehr dunkel und laut im Lande. Überhaupt liegt damit das erste Jahr hinter uns, in dem seit dem Aufkommen der Covid Pandemie wieder ausgiebig Live Musik genossen werden konnte. Auch wenn das Wort mit C noch immer wie das berüchtigte Damoklesschwert über allem hängt, so gab es doch ein gewisses Aufatmen.

Ein solches mögen die Veranstalter des De Mortem et Diabolum wohl auch gehabt haben, als im Frühjahr - nach Verschiebungen - ihr neuer Schützling namens „Walpurgisnacht“ das Licht der (Unter-)Welt erblicken konnte. Auch wenn die Besucherzahlen sich noch etwas in Grenzen hielten, so vernahm man doch ein gewisses Aufkeimen und ein Verlangen der Szene nach harten, finstren Klängen. Für die neuste Auflage des bereits etablierten „großen Bruders“ haben die Organisatoren sich daher einmal mehr ins Zeug gelegt und ein fettes Paket für eure Ohren und Augen zusammengeschnürt – und obendrein dem Indoor Festival sogar noch einen weiteren Tag geschenkt.

So beginnt die Veranstaltung also schon am Donnerstag und setzt sich aus folgenden Bands zusammen: Sumerian Tombs aus Köln sind vielleicht noch den Wenigen bekannt, doch das dürfte sich wohl sehr bald ändern. Schon eine kurze Hörprobe zeigt, was die Jungs in Petto haben. Dunkelheit, Atmosphäre, Druck und Melodie prallen aufeinander und werden eure Ohren attackieren. Die Truppe besteht u.a. aus aktiven wie ehemaligen Musikern der Band Beltez, welche selbst auch an diesem Tage auftreten und in eine ähnliche Kerbe schlagen.

Etwas wilder und schmutziger wird es bei den Nordlichtern Verheerer, wobei auch die Flensburger nicht ohne Melodie und Tiefgang zu Werke gehen. Noch melodischer geht es bei Attic zu. Mit ihrem Heavy Metal der Marke Mercyful Fate / King Diamond sind sie definitiv ein Exot im Billing und bieten mit ihrem Stil eine krasse Abwechslung für die Ohren und mit ihrem Bühnenbild ebenso einen exklusiven Eindruck für die Augen. Komplettiert wird Tag 1 durch die Band (Dolch), die ebenfalls eine besondere Stellung einnehmen wird, wenn auch in einem ganz anderen Gewand. Hier wird der Hörer in eine besonders tiefe, atmosphärische Klangwelt gezogen. Der Mix aus Ambient, Doom, Dark Wave, Postrock und noch vielem mehr sucht seinesgleichen. Speziell, aber auch verdammt spannend…

Für den Freitag werden die Stellschrauben dann deutlich angezogen. Denn im Verhältnis zum Vortag weht der Wind hier deutlich rauer. Am verspieltesten sind da vielleicht noch die Italiener von Selvans, die ihren folkloristischen Themen einen entsprechenden Sound verpassen und sich gern auf Experimente einlassen. Doch schon ihre Landsleute von Burial zeigen mit ihrem doomigen Death Metal, dass sie nicht anreisen werden, um mit feinsten Melodien zu verzaubern. Hier regiert der Knüppel.

Ebenfalls durchschlagskräftig und mit der Schärfe eines Fleischermessers schneiden sich an Tag 2 auch Theotoxin in die Ohren der Besucher. Die seit 2020 dem Black Metal noch deutlicher zugewandten Österreicher haben ein nagelneues Album und auch sonst einen prall gefüllten Sack pechschwarzer Hymnen dabei. Hier herrscht hohes Highlight-Potential! Aber auch Nornir werden mit Sicherheit mehr als nur gut zu unterhalten wissen. Wer sie beispielsweise auf dem diesjährigen Party.San gesehen hat, weiß, was der Trupp um Frontröhre Lethian drauf hat – ob fiese Melodien oder heftiges Rumpeln, die Sachsen wissen, wie es geht. Fuath, ein weiteres Projekt von Saor Mastermind Andy Marschall, erhöht die atmosphärische Dichte um ein paar Nuancen, auch wenn der gute Herr hier deutlich kälter und traditioneller agiert als bei seiner Hauptband.

Apropos Kälte und Tradition, davon haben Whoredom Rife bekanntermaßen reichlich. Die Trondheimer werden den eisigen Hauch norwegischer Berggipfel mitbringen und euch Gänsehaut bescheren. Nach der Uraufführung des De Mortem et Diabolum im Jahre 2015 werden The Ruins of Beverast ihr Comeback feiern. Die deutsche Ausnahmeband wird mit ihrem einzigartigen und unvergleichbaren Mix aus Dark, Doom und Black Metal das Festival in tiefste Dunkelheit stoßen. Aus jener ist auch das Urgestein Archgoat zurückgekehrt. Sie vervollständigen das Aufgebot des zweiten Tages.

Nach diesen zwei bereits bockstarken Tagen ist aber noch lange nicht genug. Auch Tag 3 wird einige Untergrundperlen zum Vorschein bringen und altbekannte Größen abermals glänzen lassen. Eine solche Perle könnte die Blackened Death Formation Horresque sein. Mir bislang völlig unbekannt entpuppen sich die Mainzer bei einer kurzen Hör- und Sehprobe auf YouTube zu einem echten Überraschungskandidaten, den man auf dem Zettel haben sollte.

Freunde des Funeral Doom Metals dagegen können sich von den schwermütigen Klängen der Gruppe Fvnerals in ihren Bann ziehen und verzaubern lassen. Ebenfalls getragene Passagen und besondere Klänge sind auch bei Sylvaine zu finden. Die Band um Frontfrau und Mastermind Kathrine Shepard ist berührend und braucht einen Vergleich mit den Franzosen Alcest nicht zu scheuen. Aus einem anderen Holz sind die Finnen Havukruunu geschnitzt. Sie präsentieren einen herrlich nordisch-paganen Black Metal inklusiver der kleinen Verrücktheit, die man eben von manchen finnischen Musikern dieser Szene kennt.

Auch an Tag 3 treiben sich Rückkehrer rum: einerseits die Süddeutschen Streams Of Blood, die uns bitterbösen, misanthropischen Black Metal in Reinkultur liefern, andererseits die Griechen von DeadCongregation, welche ihren schwarzlackierten Death Metal von der Bühne brettern werden. Die Franzosen Seth werden mit Sicherheit ein besonderes Highlight. Kräftige Drums, große Melodien und ein herrlich garstiger Gesang werden zu schwarzen Hymnen höchster Güteklasse fusionieren. Gekrönt wird das Line Up des letzten Tages von den Schweizern Schammasch. Ihr okkulter, vielschichtiger und avantgardistischer Black Metal ist einmalig und ein wahrer Leckerbissen für alle Feinschmecker dunkler Musikkost.

Wenn euch die vorangegangenen Zeilen für einen Einblick in das bevorstehende Spektakel noch nicht genügen, so habe ich euch eine kleine Spotify Playlist zusammengestellt:

Bei einem solchen Aufgebot dürften sich potentielle Besucher eigentlich nur noch zwei Fragen stellen: Wie komme ich an Sonderurlaub und wo kriege mein Ticket? Zumindest zum zweiten Punkt hab ich für euch die passende Antwort – und zwar hier:

Schlagt zu, wir sehen uns im Dezember!




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