Q5

Steel the light (1984)



Mit süßen 12 war ich zwar schon dem Metal verfallen, hegte aber noch eine andere Leidenschaft: Science Fiction und kunstvoll gezeichnete Raumschiffe aus fremden Galaxien, die ich immer in einem Buch aus meiner Schulbibliothek bewunderte.

An einem schönen Tag entdeckte ich dann bei meinem Plattendealer die für mich damals perfekte Symbiose aus beiden Welten: Richtig knackiger US Metal und ein Cover, welches mit einem meiner Lieblingsraumschiffe verziert war. Seit jenem schicksalhaften Tag des Jahres 1984 läuft „Steel the light“ von Q5 in schönster Regelmäßigkeit bei mir rauf und runter und auch heute noch haben die neun Songs absolutes Hitpotential und Ohrwurmcharakter, nach dem sich viele Bands die Finger lecken würden.

In der Besetzung Jonathan Scott K., Rick Pearce, Gary Thompson, Evan Sheeley und vor allem Floyd Rose, der später mit seinen eigens Ende der Siebziger entwickelten Tremolo Systemen für alle Gitarren dieser Erde zu Ruhm und Reichtum kam, rockten die Jungs aus Seattle lange vor der einsetzenden Grunge Welle die Westküste in Grund und Boden, schafften es in Europa allerdings nie über den berühmten Underground Status hinaus. Schade, denn „Steel the light“ hatte alles, um ein echter Genreklassiker zu werden.

Packende und mitreißende Melodien, eine gesunde Härte, eine mehr als gute Produktion, die Anfang der Achtziger keine Selbstverständlichkeit war, und einfach grandiose Songs, die auch mit dem heutigen Standard noch locker mithalten können. Der Opener „Missing in action“ ist eine Powermetalgranate der ersten Kategorie, „Lonely lady“ hat eine ergreifende Hookline und ist ein Ohrwurm vom allerfeinsten, wo hingegen der Titeltrack etwas doomig angehaucht mit einem fantastischen Refrain Punkte macht. „Pull the trigger“ beendet Seite 1 und ist richtig schön speedig mit einem rasenden Solo im Mittelteil, an welchem sich die heutigen Gitarristen wahrscheinlich so manchen Zahn ausbeißen würden. „Ain’t no way to treat a lady” ist ebenfalls ein etwas ruhigerer Powermetal Song, wo hingegen “In the night” etwas Glam Metal zu versprühen versucht, so aber gar nicht in das Konzept von Q5 passt. „Come and gone“ ist eine wundervolle Ballade die von „Rock on“ abgelöst wird, bei dem der Name Programm ist. Beim abschließenden „Teenage runaway“ wird noch mal richtig straight ahead abgerockt und die Temposchraube angezogen. Ein fantastischer Abschluss eines grandiosen Albums.

Leider konnte das Folgealbum „When the mirror cracked“ nicht einmal ansatzweise an dieses famose Debüt anknüpfen, woraufhin Q5 ziemlich in der Versenkung verschwanden, um erst 1991 als Nightshade und dem coolen Album „Dead of night“ zurückzukehren. Über die ziemlich schlechten „Men of iron“ von 2001 und „Stand and be true“ von 2008 rede ich hier lieber nicht, um die Magie von „Steel the light“ nicht zu gefährden, denn dieses Album wird ebenfalls für immer einen festen Platz in meinem Metal Heart einnehmen.




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