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BLACK CRUCIFIXION – Triginta (2021)

(7.450) Maik (8,8/10) Black Doom Metal


Label: Seance Records
VÖ: 26.11.2021

Stil: Black Doom Metal

 

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Zusammen mit dem Zeug der Black-Metal-Welle der frühen Neunziger landete auch die EP der Finnen BLACK CRUCIFIXION mit dem Titel „Promeathean Gift“ in meinem heimischen Krachdomizil. Tja, bei dem Namen! Doch so richtig ins Schwarzmetallwarenlager wollte sich die Band gar nicht einordnen lassen. Die ganze Geschichte bewegte sich dann auch eher im Doom-Bereich, was an der melancholischen Grundausrichtung und dem gepresst/klagenden Klargesang lag.

Dennoch fand ich das Werk recht reizvoll. Leider hatte die Band ganze 13 Jahre gebraucht, um der EP den ersten Longplayer nachzuschicken, und in der Zeit sind sie völlig aus meiner Schusslinie gekrochen, und alle Nachfolgeralben sind total an mir vorbeigeschreddert.

Dennoch interessierte mich, wie denn BLACK CRUCIFIXION anno 2021 klingen. Und was hier in meine Ohren semmelt, ist doch ziemlich cool. Okay, es sind nur drei Studiostücke auf der Scheibe, der Rest sind Liveaufnahmen, wie es schon auf dem 2011er „Hope Of Retaliation“- Album war. Allerdings muss man zugeben, die Soundqualität der Livestücke ist recht sauber und ordentlich.

Doch zuerst zu den drei Studiostücken. Mittlerweile haben BLACK CRUCIFIXION ein bisschen an Tempo zugelegt und sensen doch eher am Black Metal entlang, auch die Vocals greifen teilweise in harschere Gefilde. Geblieben ist der ganz eigene Sound der Finnen, den wohl keine andere Band so zelebriert, denn reiner Doom ist es genauso wenig wie reiner Black Metal.

Lustige Idee, den Song „Throneburner“ mit grottenmiesem Proberaumklängen einzuleiten. Der Song hat dann auch etwas Hymnisches, fast Pagan Metal- mäßig tanzbar. Cooles Ding. Die kernige Produktion lässt die Gitarren schön fies ins Gehör brezeln.

Die Livestücke haben wie gesagt eine sehr gute Qualität. Gesanglich ist dann wieder eher der gepresste Klargesang am Start. Der Bass kommt schön ruppig zum Tragen und erinnert ein wenig an die Griechen von NECROMANTIA. Ab und an kommt mal, wie im Song „Frailest“, eine leichte DARKTHRONE- Note zum Tragen. Die Geräusche des Publikums begrenzen sich auf die Pausen zwischen den Songs und quäkern nicht störend inmitten der Performance herum.

Alles in allem, wenn man einmal davon absieht, dass der Großteil des Albums Liveaufnahmen sind, was der Band ein wenig den Ruch der Songschreibfaulheit einbringt, ist „Triginta“ eine recht interessante, coole Geschichte, die mit der Mucke auf „Promeathean Gift“ nicht mehr allzu viel zu tun hat, aber dennoch genauso geil ist. Die Riffs sind simpel konstruiert, grappen sich dadurch aber umso bissiger in die Hirnwindungen.

Mir gefällt der Kram, wenngleich BLACK CRUCIFIXION sich mit ihrer Mucke wieder zwischen mehrere Stühle hocken. Aber dafür sind sie einzigartig.

Anspieltipp: „Night Birds Fall Upon You“ und „Throneburner“


Bewertung: 8,8 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Night Birds Fall Upon You
02. Beyond Linkola
03. Throneburner
04. Bitten By The Long Frosts Of Life (live)
05. Frailest (live)
06. As Black As The Roses (As Weak As My Smile) (live)
07. Wrath Without Hate (live)
08. Retaliation (live)
09. Black Crucifixion (live)




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