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ANTROPOFAGUS – Origin (2022)

(8.061) Maik (8,0/10) Death Metal


Label: Agonia Records
VÖ: 28.10.2022
Stil: Death Metal

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Und eine weitere Brutaloplatte reiht sich in die Death Metal- Veröffentlichungsphalanx dieses Jahres ein. ANTROPOFAGUS kommen aus Italien, genauer gesagt, aus Genua. Und ja, sie spielen Death Metal. Und in dieser Spielart schielen sie nicht nach Schweden, sondern halten größtenteils die Fahne des amerikanischen Death Metal hoch. Und zwar der alten Schiene, die hart am Ufer des Grindcore segelt. Die Genuesen gehen also zum Todesblei- Ursprung zurück, und haben ihr mittlerweile viertes Album passenderweise „Origin“ getauft.

Das heißt im Klartext, dass die Kollegen schon mal ordentlich das Gaspedal durchdrücken, und vehement durch die Gegend rasen. Dies jedoch auf sauberem und technisch hohem Niveau, so dass die Mucke nicht in undefinierbarem Soundmatsch untergeht, sondern so richtig gut brettert. Dass es allerdings nicht dauernd im Vollgas gehen muss, beweist der dritte Song „While Nothingness Slithers“, der sich schmatzend und schleifend durch den Morast wühlt.

Aber größtenteils rattern ANTROPOFAGUS im KRISIUM- Modus durch das Gelände, und lassen da nur noch schleimbedeckte Trümmerhaufen übrig. Dazu ein Sänger, der röchelt wie ein Höhlenbär mit Kehlkopfmikrofon. Das kommt so richtig aus dem Bauch, dennoch braucht man wohl bei Liveauftritten nicht fürchten, dass da Feststoffe mitkommen.

Außerdem belassen es ANTROPOFAGUS nicht bei stumpfen Brutalosounds, sondern zimmern auch immer melodiöse Soli in die Mucke, die den Sound der die Magengrube massierenden Tieftöner und die tiefergelegten Gitarren schön gruselig auflockern.

Zwischendrin gibt es ein gruseliges Interludium mit dem Titel „Anth Etbrae Gagh“, der eine lovecraftsche Atmosphäre aufbaut, der dann zielgerecht in den MORBID ANGEL- mäßigen „Hymns Of Acrimony“ überleitet. Da kommt der Lava-Effekt zum Tragen, von dem Trey Azagthoth gern gesprochen hat.

Gut, das bringt die nötige Abwechslung in das Album, die die Scheibe, den Göttern des Hades sei’s geklagt, auch ein wenig nötig hat. Denn irgendwie ragt kaum mal ein Song aus dieser eigentlich recht coolen Platte heraus.

Dennoch möchte ich „Origins“ allen Freunden von KRISIUN, MORBID ANGEL und NILE wärmstens ans todesmetallische Herz legen.



Anspieltipp: „Origin“ und „Hymns Of Acrimony“


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Origin
02. Downward The Spiral
03. While Nothingness Slithers
04. Oppressed Suffering
05. The Slaver Ascension
06. Of Prosperity And Punishment
07. Ia Anth Etbrae Gagh
08. Hymns Of Acrimony
09. Passage Of Annulment
10. Chapter Of Not Letting The Body Perish (M.O.R.T.E. Pt.2)




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