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AWAKEN – Out Of The Shadows (2020)

(6.647) Maik (8,7/10) Melodic Prog Metal


Label: Pure Steel Records
VÖ: 27.11.2020
Stil: Melodic Prog Metal

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Dieses Album, „Out Of The Shadows“ der New Yorker Band AWAKEN kam schon voriges Jahr als Eigenproduktion heraus, und wird nun über Pure Steel noch einmal neu aufgelegt. Das über 90-minütige Werk ist bereits das zweite Album dieser Band, und die Tatsache, dass AWAKEN schon seit 2009 existieren, zeigt, dass sie sich offensichtlich sehr viel Zeit zum Komponieren lassen. Das merkt man auch beim vorliegenden Werk.

Die Band spielt eine Melange aus sinfonischem Melodic-Metal und Progressive Metal, wobei die Herren den progressiven Teil nicht zu unnachvollziehbaren Frickelorgien ausbreiten, sondern eine gesunde Mischung aus progressiven Elementen und eingängigen Parts kreieren.

Der Opener „Black From Blue“ beginnt mit orientalischen Klängen, die sich teilweise durch den ganzen Song ziehen, und auf die auch immer wieder zurückgegriffen wird. Dazu gesellt sich der Gesang von Bandgründer Glenn DaGrossa, der kraftvoll und klar herüberkommt, aber auch noch ein paar Ecken und Kanten hat. Die Gesangslinien sind auch auf dem ganzen Album recht dominant, allerdings geht der Rest der Instrumentation nicht unter. Gerade die Gitarrenfront brilliert doch mit ausgezeichneten Soli.

Aber auch rifftechnisch wird ordentlich in die Saiten gegriffen, wie bei dem BLACK SABBATH/DIO-mäßigen Anfangsriff von „Drowning Pool“, welches dann recht proggig ausgeht. Allerdings geht die Härte durch die omnipräsenten Keyboards etwas verloren. Selbige wirken auch am Anfang von „My Heart Of Darkness“ etwas überbordend.

Auf diese Weise gestalten sich auch die restlichen Songs des Albums. Gut ausgeklügelte Musikstücke, welche sowohl ein Augenmerk auf interessante Strukturen legen, allerdings auch recht melodisch daherkommen. Die ganze Sache bewegt sich auch meistens in einem recht eng gesteckten Tempobereich, also maximal Midtempo. Das macht es dem unbedarften Zuhörer, besonders bei der Spieldauer der Doppel-CD, dann doch etwas schwer, hörtechnisch am Ball zu bleiben.

Das soll jetzt aber keine qualitative Wertung sein, denn auf ihre Art sind AWAKEN schon recht speziell, und lassen sich kaum mit anderen Acts assoziieren, denn sobald man Parallelen zieht, entgleiten die Amis dem Griff. Weder DREAM THEATER oder FATES WARNING wären ein passender Vergleich. Wer auf melodiösen, progressiven Metal steht, und keine Berührungsängste mit Keyboardteppichen hat, ist hier herzlich zu einer Probehörung eingeladen.

Das Coverartwork erinnert etwas an „Abigail“ von KING DIAMOND, aber das soll keineswegs andeuten, dass AWAKEN in ähnlicher Manier zugange sind, wie das dänische Urgestein, wenngleich dem in mehrere Parts gegliederten „Nine Circles“ wohl ebenfalls eine Konzeptstory zugrunde liegt. Außerdem liefern AWAKEN  mit „Ride Like The Wind“ von CHRISTOPHER CROSS  auch einen Coversong, den damals auch SAXON schon aufgenommen haben.

Anspieltipps: „Black From Blue“ und „The Spider Dream“


Bewertung: 8,7 von 10 Punkten


Tracklist:

CD1:

01. Black From Blue
02. Moment Of Truth
03. Ride Like The Wind
04. Drowning Pool
05. My Heart Of Darkness
06. Dachau Is My Destiny
07. Out Of The Shadows

CD1:
08. Only Your Eyes To Weep
09. The Spider Dream
10. Twist Of Fate
11. Nine Circles Part 1: Through The Gates
12. Nine Circles Part 2: Dark Side Of Sorrow
13. Nine Circles Part 3: City Of Dis




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