DIE REDAKTIONS TOP 20 DES JAHRES 2019



In diesem Jahr haben sich 15 Redakteure an unserem internen Poll beteiligt, da wir viele Neuzugänge hatten und einige einfach nicht auf 10 Lieblings CDs kamen, obwohl das Jahr eigentlich eine ganze Menge feinen Stoff zu bieten hatte. Aber Geschmäcker sind ja…eben! Dennoch ist es eine schön ausgewogene Mischung geworden, die wir Euch diesmal ohne Punkte präsentieren. Warum? Macht sonst auch keine andere Postille. Doch eins kann ich Euch sagen: Unser Album des Jahres hatte ähnlich wie Behemoth im Vorjahr einen ziemlich fetten Vorsprung auf seine Verfolger.

PLATZ 1 - Zephyr's Odem CD des Jahres

POSSESSED – Revelations of oblivion

Das ganze Album ist ein einziger Anspieltip und muss in Gänze bei mindestens Lautstärke 11 genossen werden. Ein Referenzwerk in Sachen Death/Thrash, ein Meisterwerk der harten Musik, ein Manifest der Brutalität. Ich kann es kaum erwarten, die Höllenfürsten beim Rock Hard Festival in etwas mehr als einem Monat in der ersten Reihe gnadenlos abzufeiern und mit Jeff ein Bierchen zu zischen…33 Jahre…meine Fresse!!!

PLATZ 2

CATTLE DECAPITATION – Death Atlas

Im Falle von „Death Atlas“ bleibt mir allerdings nichts anderes übrig, als vom absolut Besten zu sprechen, was Cattle Decapitation jemals aufgenommen haben. Langeweile sucht man vergebens und egal wie oft man dieses geniale Meisterwerk auflegt, man findet immer wieder neue und atemberaubende Nuancen, die CD zu einer, wenn nicht sogar DER besten Extrem-Metal Bands auf diesem Planeten macht. Dieses Album ist nichts anderes als ein absoluter Pflichtkauf!

PLATZ 3

THE GREAT OLD ONES - Cosmicism

Eine wirklich sehr geile Scheibe, böse, messerscharf und doch auch majestätisch und erhaben. Sauber, aufgeräumt und doch auch druckvoll produziert, da macht es Spaß, zu lauschen. Ich kann dieses Album uneingeschränkt für jeden Fan empfehlen. Man könnte fast meinen, ich bewerte zu gut und werfe mit Bestnoten um mich, ja, das mach ich auch, aber ich suche mir auch die Perlen raus, nein im ernst, ich bin schwer begeistert.

PLATZ 4

BORKNAGAR - True north

"Winter Thrice“ war im Jahr des Herren 2016 mein Album des Jahres! Verdammt, ist ja auch schon wieder drei Jahre her. Kinder wie die Zeit vergeht! Von daher wurde es auch Zeit, dass die Norweger mal wieder mit neuem Material um die Ecke kommen. „True North“ heißt die neue gepresste Langrille und ich bin wirklich gespannt, ob sie dem großartigen Vorgänger das Wasser reichen kann. So…der erste Hördurchgang is durch und ich muss mich erstmal sammeln! Grundgütiger sind die gut!

PLATZ 5

OVERKILL – The wings of war

Overkill basteln weiter an ihrem eigenen Denkmal und haben mit „The wings of war“ einen weiteren Mosaikstein zu ihrer fantastischen Karriere hinzugefügt. Mir persönlich tun allerdings alle Nachwuchs- und etablierten Thrash Bands leid, die mit diesem Album einmal mehr ihre Schranken aufgezeigt bekommen und sich weinend in die Ecke verkriechen müssen. Was für ein Nackenschlag!

PLATZ 6

REVEL IN FLESH – The hour of the avenger

Man kann ohne Übertreibung sagen, dass „The hour of the avenger“ die Krönung der Schaffenskraft von Revel in Flesh darstellt und fast alle todesbleiernden Veröffentlichungen in diesem Jahr in den Schatten stellt. Ebenso hat man sich von all den schwedischen Querverweisen freigeschwommen und einen Sound kreiert, der eigenständig und vor allem als innovativ zu bezeichnen ist.

PLATZ 7

ENDSEEKER - The harvest

Ich habe selten einem Album so entgegengefiebert wie „The harvest“ und bin nicht einmal ansatzweise enttäuscht worden. Wo Endseeker mit ihrem Vorgänger noch am teutonischen Todesblei Thron gerüttelt hatten, so haben sie ihn jetzt bestiegen, in ihren Händen die Köpfe der Besiegten.

PLATZ 8

BODYFARM – Dreadlord

„Dreadlord“ ist Thomas‘ Vermächtnis und er wird grinsend auf seiner Wolke sitzen, wenn er merkt, wie sehr die Todesblei-Szene auf dieses großartige Album abgehen wird. Ohrwürmer satt, grandiose und brutale Riffattacken und die bereits erwähnte tolle Produktion machen „Dreadlord“ ebenfalls zu einem sicheren Anwärter auf einen der vorderen Pollplätze des Jahres 2019.

PLATZ 9

DISILLUSION – The Liberation

Definitiv haben wir es hier mit einer gereiften Band zu tun, die den treuen Fans nach so langer Schaffenspause nur das Beste abliefern will. Und das ist DISILLUSION wahrlich gut gelungen. „The Liberation“ ist sowohl musikalisch als auch konzeptuell eine absolut runde Angelegenheit, die sich kein Prog-Metal-Fan entgehen lassen sollte.

PLATZ 10

SOILWORK – Verklighheten

Nein, ein großer Soilwork Fan war ich eigentlich nie, da mir deren Kompositionen immer ein wenig zu eindimensional waren. Dies ist auf (boah…jetzt muss ich den Titel doch nochmal schreiben…na gut) „Verklighheten“ komplett anders. Vielschichtig wie nie machen die Schweden einen mehr als schlanken Fuß und ich freue mich sehr darauf, die Truppe bald live on stage mit diesen tollen Songs bewundern zu dürfen.

PLATZ 11

DOWNFALL OF GAIA – Ethic of a radical finitude

Wenn man sich die Jungs so anschaut könnte man denken, die können kein Wässerchen trüben. Falsch gedacht! Downfall of gaia ist vertonte Verstörung, ausufernde Genialität, fast schon symphonische Brutalität. Ein vertontes Bild, welches durchaus einem Hieronymus Bosch zur Ehre gereicht hätte. Dunkel, düster, mal rasend, mal apokalyptisch leise, zum nachdenken anregend. Ein absolutes Muss in jeder halbwegs gut sortierten Extrem Metal Sammlung

PLATZ 12

KRATER – Venenare

Ob man am Ende noch die Frage beantworten muss, ob „Venenare“ mit „Urere“ mithalten kann, ist wahrscheinlich gar nicht mehr wichtig. Beides sind großartige Alben mit starken Songs, wobei man „Venenare“ durchaus attestieren darf, noch ein Stück weit epischer ausgefallen zu sein.

PLATZ 13

KAMPFAR – Ofidians Manifest

Ich wusste, dass es gut werden würde. Ich bin nicht überrascht, dass „Ofidians Manifest“ großartig geworden ist. Trotzdem: Wow, damit hatte ich so nicht gerechnet.

PLATZ 14

CANDLEMASS – The door to doom

Das abschließende und nicht minder epochale „The omega circle“ beschließt ein Album, welches ich so von Candlemass nie und nimmer mehr erwartet hätte. Im Gegenteil, bereits nach ihrer letzten Scheibe, die nun auch schon sieben Jahre auf dem Buckel hat, wähnte ich die schwedischen Doomster auf dem absteigenden Ast. Doch konträr dazu muss ich sagen, dass die nordische Eiche immer noch wächst, vortrefflich gedeiht und solch großartige Ableger produziert, wie „The door to doom“ einer ist.

PLATZ 15

ALCEST - Spiritual Instinct

„Spiritual Instinct“ ist eine großartige Platte geworden, die kaum etwas vermissen lässt, die kalte Härte des Black Metal (phasenweise) trifft melancholischen sphärischen Heavy Post Rock. Alcest haben hier einen heißen Anwärter auf die Scheibe des Jahres am Start, der aber wohl auch polarisieren wird, manche werden das Werk lieben, andere hingegen verteufeln, wobei ich mich zu den Erstgenannten zähle

PLATZ 16

HOUR OF PENANCE - Misotheism

„Misotheism“ ist ein heißer Anwärter auf die Top 5 des Jahres, alle Songs punkten und es ist kein Filler am Start. Ein sehr gelungenes Werk und ich wage mal eine gewagte These: Wem Behemoth nicht mehr hart bzw schwarz genug sind, für wen Fleshgod Apocalypse ihren Reiz verloren haben, zu orchestral und auch zu vorhersehbar geworden sind, der sollte, nein der muss hier reinhören, geile Scheibe!

PLATZ 17

RAMMSTEIN – Rammstein

Wer hoch steigt, der wird tief fallen? Blödsinn! Rammstein könnten auch eine Akustik Tour lediglich bewaffnet mit einer Maultrommel, einer Bongo und einer auf dem Kamm geblasenen Version von „Engel“, den ich im Übrigen bis heute gerne bei Konzerten zum Pipimachen und Bierholen nutze, auf die Beine stellen und die Leute würden steil gehen.

PLATZ 18

ENTRAILS – Rise of the reaper

Natürlich erfinden ENTRAILS den Death Metal nicht neu, und dürften auch in der Sparte „Innovation“ nicht wirklich viele Punkte machen, aber das ist im Grunde egal, denn Metal soll auch unterhaltend sein, und da verstehen die Knaben ihr Geschäft. Wer auf traditionellen schwedischen Death Metal steht, kann bei dem Album eigentlich nichts falsch machen, und wem ENTOMBED und DISMEMBER, besonders in deren Anfangszeit, gefallen haben, schon gar nicht.

PLATZ 19

BITCHHAMMER - Offenders of The Faith

Fans von old School Blackened Thrash sollten hier unbedingt eine Kaufentscheidung in Erwägung ziehen. Ras Dwa Tri and Blasphemy! Der Albumtitel ist natürlich eine Parodie auf „Defenders Of The Faith“ von the mighty JUDAS PRIEST, und würde von mir normalerweise mit bösigen Blicken bestraft werden, aber wer solche Hammer-Riffs ins Geäst nietet, der darf das.

PLATZ 20

NOCTURNUS A.D. – Paradox

Das Album ist kein „The Key 2.0“, geht aber den Weg dieses Albums konsequent weiter. Ich freue mich wirklich, dass die Band wieder da ist. Aber bitte, lasst doch dieses blöde A.D. weg! Kein Schwein nennt Euch so! Mit „Paradox“ habt Ihr bewiesen, dass Ihr die echten, einzigen und wahrhaftigen NOCTURNUS seid. Und ich würde mir wünschen, noch mehr davon zu hören.


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