CD DER WOCHE 2020


Kalenderwoche 23-2020

EXHUMED AND GRUESOME – Twisted Horror (2020)

Ich bin eigentlich kein großer Freund von Split CDs, doch im Falle von „Twisted horror“ musste ich mich zurückhalten, nicht doch die Höchstnote zu zücken. Beide Bands geben alles, zeigen sich von ihrer Schokoladenseite und begeistern vom ersten bis zum letzten Ton. Dazu ein tolles Coverartwork und zack, fertig ist die Laube. Wer jetzt noch nicht Todesblei Fan ist, der wird es spätestens nach dieser geilen Veröffentlichung definitiv sein.

Kalenderwoche 22-2020

SINISTER – Deformation of the holy realm (2020)

Ja, Sinister anno 2020 haben sich ein wenig verändert, doch angepasst sind sie deswegen noch lange nicht. Im Gegenteil, denn besagte Neuerungen tragen sehr dazu bei, die Spannung hochzuhalten und Sinister einer Frischzellenkur zu unterziehen, die sie vielleicht nicht nötig gehabt hätten, ihnen aber mehr als gut zu Gesicht steht. Wie gewohnt haben die Niederländer abgeliefert und viele von uns in der Redaktion in blanke Verzückung versetzt.

Kalenderwoche 21-2020

SABIENDAS – Repulsive transgression (2020)

Sabiendas haben mit „Repulsive transgression“ ihr persönliches „Altars of madness“ eingezimmert und lassen einige Genregrößen vor Neid und Ehrfurcht erblassen. Die alten Fans wird es freuen und ich glaube recht in der Annahme zu gehen, dass sich viele neue Freunde, und Unterstützer für diese großartige Band finden werden, die mit einer ebensolchen Begeisterung bei diesem Monster ihr Haupthaar in Schwingung versetzen werden. Ich erwarte einen sofortigen Bestellvorgang von Euch!

Kalenderwoche 20-2020

AFSKY – Ofte Jeg Drømmer Mig Død (2020)

Gitarren-Akkorde zum Niederknien („Tyende Sang“), überragendes Drumming und betörende Zwischentöne unter Verwendung dänischer Folkloreelemente. Somit schaffen es AFSKY, ihren ohnehin schon einzigartigen Vorgänger „Sorg“ jederzeit zu egalisieren

Kalenderwoche 19-2020

DESTRUCTION – Born to thrash (Live in Germany) (2020)

Es ist ein Genuss, diese widererstarkte Legende auf die Ohren gedrückt zu bekommen und wenn man nach 37 Dienstjahren solch ein Pfund in die Waagschale wirft, kann man sich nur huldvoll verneigen. Die in Rente gegangenen Totschläger hätten sich an diesem Ausbund von Brutalität und Lust am Zocken ein Beispiel nehmen sollen. Stattdessen sollten sie schmachvoll vor dieser Machtdemonstration das Haupt neigen und Destruction preisen.

Kalenderwoche 18-2020

HYEMS – Anatomie des Scheiterns (2020)

Vielleicht liegt es auch nur daran, dass aufgrund der rigiden Ausgangsbeschränkungen mein Hass-Level so langsam den Höhepunkt erreicht und die sinistren Fünf dazu einfach den passenden Soundtrack liefern. Eiskalt, brutal, schnell, aber auch mal schleppend ballern Hyems einmal mehr ihre misanthropischen Botschaften in die (momentan wortwörtlich) verseuchte Welt und scheren sich dabei einen Dreck um gängige Konventionen.

Kalenderwoche 17-2020

CLOVEN HOOF – Age of steel (2020)

Cloven Hoof spielen, nein, sie zelebrieren auf „Age of steel“ dicken-Eier-Metal in Reinkultur, verpacken diesen manchmal in ein wenig Bombast-Kitsch, der aber bei diesen wohlfeil klingen Kompositionen niemals aufgesetzt oder klischeehaft erscheint, sondern vielmehr für einen wohligen Schauer sorgen. Großartige Riffs, klasse Songwriting und eine Band, die sich dem Metal hingibt, sich ihm verschreibt und das hört man in jeder Minute dieser tollen Musik.

Kalenderwoche 16-2020

DYNFARI - Myrkurs er þörf (2020)

Das fünfte Album - „Myrkurs er þörf“ – der Isländer Dynfari weiß in nahezu jeder Minute zu überzeugen, Songauswahl, Arrangements und Stimmung passen wunderbar zueinander. Ob es Stimmungsbedingt zu hoch oder zu gut bewertet wurde, bitte ich mir nachzusehen, jetzt höre ich mir aber auch erstmal die ersten vier Scheiben an und dann auch wieder wurde „Myrkurs er þörf“. Dynfari sind für mich ein heißer Anwärter auf die Top 10, was für eine Atmosphäre, was für eine Stimmung, bittersüße, dunkel-kalte Emotion!

Kalenderwoche 15-2020

BENIGHTED – Obscene repressed (2020)

Moment…LANGSAM? Nun ja, für Benighted Verhältnisse befinden sich ein Haufen Balladen auf „Obscene repressed“, wenn man alles nur am Tempo festmacht. Macht sich langsam Panik breit? Leute, keine Sorge, die Mucke der Franz Hosen ist immer noch ein fieser Nackenschlag, die Texte geeignet für eine Vorlesung in Anatomie und es gibt immer noch mehr als genügend breeeeeeeees zum Schwingen des Tomahawks und dem kollektiven Rundgang auf staubigen Geläuf.

Kalenderwoche 14-2020

TESTAMENT – Titans of creation (2020)

Titans of creation“ nimmt in der kompletten Discographie der Bay Area Heroen definitiv einen der vorderen Plätze ein, weiß an vielen Stellen mehr als nur zu begeistern und ist ein großartiges und mitreißendes Thrash Metal Album, welches Tradition und Moderne geschickt vereint und und glaublich nachhaltig ist. Eine absolute Pflichtanschaffung und einmal mehr der Beweis, dass es die alten Säcke noch locker draufhaben.

Kalenderwoche 13-2020

MACBETH – Gedankenwächter (2020)

Erneut stark produziert präsentiert sich „Gedankenwächter“ als fantastischer Nachfolger des Überwerks „Imperium“, ohne allerdings komplett an seine (musikalische) Genialität heranzureichen. Doch das ist aufgrund kleinster Nuancen Jammern auf überwältigendem Niveau, denn Macbeth haben bereits in der Vergangenheit bewiesen: Schlecht gibt’s nicht!

Kalenderwoche 12-2020

DISBELIEF – The Ground Collapse (2020)

Was für eine Vollbedieneung! Das neue Album ist einfach ein mächtig großer Wurf geworden und weiß von Anfang bis Ende zu überzeugen. Dieses unglaubliche Brett ist ein heißer Anwärter auf den Thron in diesem Jahr. Das Teil gehört in jede amtliche Sammlung.

Kalenderwoche 11-2020

AMBUSH – Infidel (2020)

Ich habe nach Schwachstellen gesucht, nach irgendwelchen Haaren in der Suppe, um die Höchstnote zu umgehen, doch es gibt keine. „Infidel“ ist griffig, in sich geschlossen, abwechslungsreich und eine Vorlage für alle Bands, die sich mit dem Gedanken tragen, sich den traditionellen Heavy Metal auf die Fahnen zu schreiben. Ambush machen hier absolut ALLES richtig, begeistern in allen Punkten und haben sich diese zehn Punkte mehr als nur verdient.

Kalenderwoche 10-2020

MY DYING BRIDE – The ghost of Orion (2020)

In dem hier vorliegenden Fall nur von Musik zu sprechen, würde „The ghost of Orion“ in keiner Weise gerecht werden, denn hier handelt es sich um ein Gesamtkunstwerk, mit dem My dying bride ihren bereits zementierten Legendenstatus nicht nur ausbauen, sondern sich selbst ein Denkmal setzen. Ein bitteres, trauriges, ergreifendes und einfach wunderschönes Album, bei dem man so vieles noch schreiben möchte, aber einfach nicht die passenden Worte findet.

Kalenderwoche 09-2020

DARK FORTRESS – Spectres from the Old World (2020)

Und die Tatsache, dass dieses Review so ungewöhnlich lang ausfällt, sollte ein weiteres Indiz für den Umfang und den Abwechslungsreichtum sein, mit dem DARK FORTRESS zu Werke gehen. Wer diesem Album nichts abgewinnen kann, der sollte ernsthaft überlegen, ob extremer Metal wirklich was für ihn ist. Für mich haben wir es hier klar mit einem heißen Kandidaten für die Top 10 des Jahres 2020 zu tun!

Kalenderwoche 08-2020

THRONE OF IRON – Adventure One (2020)

Beim ersten Hören beißt es einen noch etwas, daß der Vokalist ab und an mal einen halben Ton danebenliegt, aber mit jedem weiteren Hördurchlauf schieben sich doch die fetten Songs in den Vordergrund, die gekonnt Melodien und harte Riffs in ein Klanggewand kleiden, die jedem Freund obskurer amerikanischer Metalbands die Freudentränen in die nostalgischen Glotzböbbel treibt. Das Album stellt kein Innovationsfeuerwerk dar, und gewönne wohl auch kaum einen Originalitätswettbewerb, aber es ist solide, heavy gespielte und vor allem geile Metalmucke.

Kalenderwoche 07-2020

ASSASSIN – Bestia Immundis (2020)

Auch mir geht es so, dass die neuen Assassin mit einem Fuß in der Bay Area beheimatet sind. Das verstehe ich allerdings als Lob und Hinweis, dass die zehn neuen Songs, samt Vorspiel, kompakt, griffig und auf den Punkt klingen. Dabei jedoch technisch anspruchsvoll gespielt und doch mit genügend eingängigen Songstrukturen versehen sind. Das klingt geil und geht sofort in den Kopf.

Kalenderwoche 06-2020

SEPULTURA – Quadra (2020)

An manchen Stellen wirkt „Quadra“ vielleicht ein klein wenig zu verkopft, doch diese Nuancen sind so rar gesät, dass das Gesamtpaket darunter zu keinem Zeitpunkt leidet und der geneigte Hörer auf eine fette Metal-Achterbahnfahrt mitgenommen wird, auf der es eine Unmenge zu entdecken gibt. In meinen Augen die beste Scheibe der Derrick Green Ära!

Kalenderwoche 05-2020

BERZERKER LEGION – Obliterate the weak (2020)

Anspieltips? Fuckin‘ no way, denn das Album ist in seiner Gesamtheit ein madenverseuchtes Kunstwerk, welches bereits zu einem solch frühen Zeitpunkt des neuen Jahres die Messlatte für ähnlich geartete Veröffentlichung in schier unermessliche Höhe legt. Todesblei in Reinkultur und überragende Musiker, die ihre über die Jahre erworbenen Fähigkeiten hier einer Band zur Verfügung stellen, über die in Zukunft noch mehr zu sprechen sein wird.

Kalenderwoche 04-2020

ANNIHILATOR – Ballistic, sadistic (2020)

Vielleicht das zweitbeste Album in der Karriere der Kanadier. Unerwartet, unfassbar großartig und mit viel Spielwitz und kompositorischer Größe ausgestattet schon jetzt ein Highlight des noch jungen Jahres. 0,2 Punkte Abzug, da „Set the world on fire“ und „Alice in hell“ unerreichbare Klassiker sind, „Ballistic, sadistic“ ihnen aber gefährlich nahekommt.

Kalenderwoche 03-2020

EXA – Cut The Past (2020)

Sowieso ist das Album ziemlich abwechslungsreich geraten, und es ist doch erfreulich zu sehen, beziehungsweise zu hören, daß deutscher Thrash immer noch eine feste Bank darstellt, und auch aus dem Underground noch jede Menge erlesener Krach zu erwarten ist.

Kalenderwoche 02-2020

MYSTIC PROPHECY – Metal division (2020)

Here we are, back again! Gleich die erste Textzeile des namensgebenden Openers macht klar und deutlich, dass Mystic Prophecy trotz einer releasetechnischen Pause selbstkomponierter Songs von fast vier Jahren (die großartige Coverscheibe „Monuments uncovered“ klammere ich mal aus) sich darüber freuen, das Land einmal mehr mit nackenbrechenden Heavy Metal Stampfern aus der Lethargie zu erwecken und erneut zu zeigen, was der Vorschlaghammer-Express aus dem Allgäu alles auf dem Kasten hat.

Jahrespoll 2020

CD der Woche

Z.O.F.F. 2020

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